Nach einem Meteoriten-Schauer in Kalifornien hat Melissa das Gefühl, ihre Arbeitskollegen und ihre Chefin Samantha (Jessica Bork) würden sich plötzlich sehr seltsam verhalten. Besonders merkwürdig kommt ihr dabei eine unbekannte Pflanze im Büro vor. In ihrer Angst wendet sie sich an ihre Kollegin Billie und Detective Alexander, die einzigen Menschen, denen sie noch vertrauen kann.
Ich will jetzt echt nicht pingelig klingen und es ist mir auch herzhaft schnuppe, wenn unsere speziellen Freunde von Asylum ungefragt Fortsetzungen von Blockbustern wie Titanic oder Krieg der Welten in die Filmwelt bastarden, aber wenn es dann um einen meiner Lieblingsfilme (Donald Sutherland Version) geht dann sollen die bloß keinen Mist bauen, denn sonst passiert .... auch nichts weiter.
Aber auch wenn man nicht durch die Fanbrille schaut, merkt man doch recht schnell welch erlesenen Mist hier wieder als vermeintliches Sequel aus der Sickergrube gezogen wurde. Man fragt sich unweigerlich wie man ein solch spannungsgeladenes Grundszenario so dermaßen verhunzen kann, wenn nicht mit purer Absicht oder vielleicht als Abschreibungsprojekt.
Vermutlich haben die Macher das auch beim flüchtigen durchblättern des Groschenromans, den man mangels Alternativen wohl als Drehbuch durchgehen ließen und pimpten den beknackten Schmonzes mit dermaßen Softsex, Lesben und Titteneinlagen, das der Streifen beinahe schon nachts auf Sport 1 laufen könnte.
Dazu kommen noch ein Haufen Antischauspielerinnen, es sind fast nur Mädels, die selbst das ohnehin schon tiefergelegte Niveau der Produktionsirrenanstalt noch weiter untergraben. Sonst ist wenigstens noch immer ein bekannter Name dabei, aber hier ist wirklich nur der Bodensatz der internen Darstellerabteilung am Start.
Man muß wohl auch nicht separat erwähnen, das diese Nachgeburt mal wieder rein gar nix gekostet hat. Allein schon die Frechheit, das hier die außerirdischen Samen, die die Menschen durch eine Kopie ihrer selbst ersetzen lassen, durch so etwas wie verkrüppelten Ingwer dargestellt werden, läßt die Fanseele nicht nur aufheulen, sondern mehr zur spontanen Selbstanzündung zu greifen.
Allein die miesen Dialoge und die permanente Geschwätzigkeit ziehen jedem, der Quatsch länger als zehn Minuten durchhält, das Hirn aus der Nase raus. Selbst wenn am Ende doch tatsächlich so etwas wie Spannung hochkommt und niemand weiß wer nun ein Alienklon ist oder nicht, jede der anderen bisherigen vier Verfilmungen der Romanvorlagen schlägt diese unterprivilegierte Bilderschau aus Laienhausen in der ersten Runde k.o., denn nicht mal Nicole Kidman konnte die tolle Vorlage kaputt machen. Mehr als zwei Mitleidspunkte für letzte halbe Stunde ist da nicht drin.
2/10