Rebecca hat von ihrer Großmutter ein altes Anwesen geerbt, welches sie mit ihren Freunden besucht. Oma war offensichtlich okkultistisch interessiert und so stöbern die Teenager in einem alten Buch, das von den vampirischen Vorfahren erzählt. Zeit also, um in diversen Rückblenden die Blutsauger als Trashmonster zu präsentieren und Zeit auch, um schon mal diverse Peinlichkeiten preiszugeben. Die dümmlich anzüglichen Sprüche der Teenies nerven schon nach wenigen Minuten, während die Zeitblenden den Zuschauer zwar vor den aufgesetzt pubertären Charakteren im Hier und Jetzt bewahren, doch nicht mehr als ein wirres Sammelsurium einiger Begebenheiten Rebeccas blutsaugender Ahnen in verschiedenen Epochen bis zur Gegenwart offenbaren. Offensichtlich von Filmen wie „From Dusk Till Dawn“ inspiriert spulen die Dänen ein ganzes Repertoire an Versatzstücken aus Vampirgrusel, Gangsterepos und Westernelementen ab, ohne jedoch einen roten Faden beizubehalten. Die Story zerläppert zu einer Ansammlung ohne stringente Erzählweise, abgesehen von dem Poser-Rock’n’Roll, der dauernd im Hintergrund scheppert. Freunden von der dänischen Band „D.A.D.“ wird das zumindest gefallen, ansonsten bietet dieses billige Filmchen bloß hirnverbrannte Ideen am laufenden Band. Diese werden nur zu passend von miesen Darstellern vorgetragen und von der deutschen Billigsynchro komplettiert. Spätestens bei „“Erhebe dich, Rico Mortis“ kommen einem die Tränen und dann auch noch immer wieder dieser geistreiche Ausruf „Scheiße“. Genau! Die wenigen Blutszenen reißen da auch nichts mehr raus, etwas Beißerei und Pflöckerei können neben Schießereien und Karatevampir nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Jagd auf Vampire in Dänemark fast zum Alltag zu gehören scheint, was das Selbstverständnis der Jäger angeht. So richtig mysteriös wird es nie, dafür aber umso alberner. Mit seinem ersten Spielfilm beweist Shaky Gonzales (solch typisch dänische Namen sprechen Bände), wie wenig Talent er bis heute als Regisseur hat.
Fazit: Teenies lesen in Omas Vampirbuch, was in Zeitblendenschnipseln erzählt wird. Ziemlich blödsinniger Kitsch, uncool wie Tarantino auf dem Klo. 2/10 Punkten