Stuntman Mike (Kurt Russel) findet Gefallen daran, mit seinem Auto junge Frauen zu ermorden. Nachdem er bei einem Crash mit dem Auto einiger Frauen aus dem Krankenhaus kommt, gerät er an die falschen Opfer (Zoe Bell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito und Mary Elisabeth Winstead), die ihn jagen und schließlich auch fangen.
Die Story ist einfach und für Tarantino unterirdisch. Während Planet terror sehr unterhaltsam und spannend ist, kann bei diesem Film erst in der letzten halben Stunde Spannung aufgebaut werden. Die anderen 80 Minuten bestehen aus sinnfreien Dialogen und dem Zeigen von vieler nackter Haut der hübschen Darstellerinnen.
Die Figur Stuntman Mike ist sehr schlampig dargestellt, so hätte man zeigen müssen, wieso Russel eigentlich mit seinem Auto irgendwelche Frauen jagt. Aus dem Film geht nicht mal hervor, woher er kommt, wo er wohnt und ob er Freunde oder Bekannte hat.
Gut am Film sind die Anflüge von Humor und die relativ guten Darsteller, sowie die letzte halbe Stunde, die von Action, Spannung bis Humor alles bietet und leider etwas plötzlich beendet wird. ob Die Frauen Mike töten wird also nicht klar.
Kurt Russel spielt sehr gut, was nicht überrascht, da die Rolle des harten Mannes wie auf seinen Leib geschneidert ist. Auch die Frauen beeindrucken nicht nur aufgrund ihrer langen Beine, sondern auch mit guten Darstellungen. Zoe Bell, die alle Stunts selbst übernahm, zeigt, dass sie nach ihrer Karriere als Stuntfrau eigentlich Schauspielerin werden könnte. Quentin Tarantino zeigt in seiner Nebenrolle, dass er besser nur Regie geführt hätte und schauspielerisch immer noch nichts dazu gelernt hat.
Verglichen mit Pulp fiction oder Reservoir dogs zieht der Film ganz klar den kürzeren und auch verglichen mit dem anderen Grind house Film steht der Film nicht besoners gut da.
Es gelingt ganz gut, die Grind house Filme von damals darzustellen, auch wenn die absichtlichen Störungen im Bild auf Dauer nerven.
Zusammenfassend ist Quentin Tarantinos Grind house: death proof nicht so gut wie seine restlichen Filme, da die erste Stunde langweilig und ereignislos ist, die Charaktere ziemlich schlampig gemacht sind und auch die Action am Ende dies nicht ausgleichen kann. Tarantino-Fans werden den Film dennoch mögen.