Review

Don Johnson hat es meiner Meinung nach nie geschafft, über das "Miami Vice"-Image hinaus zu kommen. In seiner Vita ist ausser der 80er Cop-Serie kein Film, der Erwähnenswert wäre. Doch jener mir hier vorliegende "Dead Bang" ist durchaus als gelungen zu bezeichnen.

Johnson zertrümmert sein "cooles-Image" mit einem fiktiven Baseball-Schläger. Hier in "Dead Bang" spielt er einen versoffenen, abgehalterten Cop welcher mehr schlecht als recht durchs Leben geht. Hier und da mal ein One-Night-Stand mehr hat das Leben für ihn nicht zu bieten. Zumal seine Ex-Frau ihm auch noch die Kinder weggenommen hat. Es bleibt dem Cop halt nur ein Ausweg. Sich in die Arbeit stürzen. Da kommt es ihm gerade recht, das ein Rassist wie aus heiterem Himmel einen schwarzen Store-Manager über den Haufen schießt, und darauf den ihn zu stellen versuchenden Deputy umlegt. Johnson, alias Jerry Beck legt sich unwissend mit einem ganzen Ku-Klux-Clan an. An seiner Seite der aufstrebende FBI-Agent Kessler (William Forsythe, Deadly Revenge, Stone Cold). Beide versuchen den Täter zu schnappen und den Nazi-Ring zu sprengen.

Regisseur John Frankenheimer ist ja bekannt gewesen für simple Action-Thriller, nehmen wir mal "Ronin" aussen vor. Hier hat er sein Handwerk wieder einmal gut zur schau gestellt und einen spannenden und kurzweiligen Action-Krimi geschaffen. Don Johnson spielt seine Rolle durchweg überzeugend, und spätestens nach seiner "Kotz-Attacke" denkt man kaum noch an Sonny Crockett. William Forsythe sollte lieber auf der anderen Seite des Gesetzes stehen. Der junge ist als Goodguy absolut verschenkt. Bösewichter stehen ihm besser zu gesicht. Die Irren verkörpert er par Excellance.

Der Plot wartet zwar mit wenigen Innovationen auf, kann aber durchaus unterhalten. Keine großen bombastischen Explosionen, und nur ein paar gut gezielte Shootouts reichen vollkommen aus, um 90 Minuten bestens unterhalten zu werden.

FAZIT:

"Dead Bang - Kurzer Prozess" ist End-80er-Vehikel welches unsympathisch daher kommt. Das ist allerdings sehr gut, und birgt viele interessante Facetten am Film. Nicht Frankenheimers beste Arbeit, aber durchaus gelungen..

8/10

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