"13 Geister", die zweite William Castle Neuverfilmung nach "House on Haunted Hill" ist um es kurz und knapp zu sagen ein Hightechhorrorspektakel ohne viel Atmosphäre und mitreissender Handlung geworden. Der Ort des Geschehens, ein eckiges Glaslabyrinth, lädt nämlich einfach nicht zum Gruseln ein. Das ist dann in etwa so, als wenn man versucht auf einem Raumschiff der Souvereighn Klasse eine klassische Spukhausgeschichte zu erzählen. Das passt einfach nicht zusammen. Und wenn dann die Musikuntermalung nur einfallslos daherdrällert, um Spannung vorzutäuschen, ist das Fiasko fast schon vorprogrammiert. OK, der Anfang ist ganz in Ordnung und weckt Interesse, aber wenn es dann ans Eingemachte geht, fällt die Spannungskurve leider wieder rapide ab. Da können auch das meisterliche Monstermakeup (gelungen!) und einige wirklich abgefahrene Splattereinlagen nichts mehr dran ändern. Aber STOP! da ist ja noch die hochkarätige Schauspielerriege. Vermag die es vielleicht, dem Film eine Seele zu geben? Leider nicht!; was in anderen Filmen funktioniert klappt hier nicht. Platte Charaktere, gezwungenes Schauspiel der Darsteller und uninteressante Dialoge bilden hier leider nicht das "Zünglein an der Waage". Als letzte Chance sind da aber noch die 12 Geister mit ihren teils interessanten Einzelschicksalen. Sind sie etwa der Schlüssel zum Erfolg? Leider auch Fehlanzeige! Auf die Schicksale wird nicht näher eingegangen, sie fungieren eigentlich nur als "Bodyhunter" um gegen Ende für ein mehr als dummes und zu kurzes Finale verbraten zu werden. Der Film ist alles andere als ein Hit. Er wurde auf hohem Niveau inszeniert und bietet daher eine gewisse Standardunterhaltung. Aber das wesentliche fehlt ihm: Atmosphäre und Spannung.