kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 07.08.2008
Dialoge und Monologe der Hauptfigur mögen ja bisweilen sehr gut geschrieben sein und lassen auch tief in ihr Innenleben blicken, davon ab bewegt sich die Handlung von "Die Fremde in dir" aber auf orientierungs- wenn nicht gar hilflosen Wegen. Einerseits wird Fosters Figur eine linear verlaufende Verfremdung zugeschrieben (anfangs sind die Zusammentreffen mit den "bösen Menschen" noch zufällig, aber zunehmend sucht sie selbst den Kontakt zu ihnen), andererseits befindet sie sich in einem permanenten Wechsel zwischen von Agoraphobie geplagtem Opfertypus und eiskalter Selbstjustizlerin. Die spannende, aber unausgewogen zwischen Versatzstücken aus Drama, Thriller und gar Horror pendelnde Inszenierung unterstreicht diese Ambivalenz mit Nachdruck und das hanebüchene Ende macht alle positiven Ansätze eines Films zunichte, der sich redlich bemüht, die Fallen eines seriös aufgezogenen Revenge Movies zu umgehen, dies aber leider nicht immer schafft.
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