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Wer auf wilde Ballerorgien mit viel Blut steht,sollte "Die Fremde in dir" meiden. Vielmehr geht der Streifen mit dem Thema Selbstjustiz und derjenigen, die sie ausübt, sehr sensibel um. Erica kauft keine Waffe um gezielt zu töten, sondern um sich zu schützen. Sie läuft auch nicht durch die Nacht um zu morden. Die bösen Buben kommen alle zu ihr. Und daher bin ich der Meinung,das der Film auf keinen Fall die Selbstjustiz verherrlichen will. Eher das Gegenteil ist der Fall. Erica tötet und verzweifelt. Als sie die Schuldigen findet,geht sie zum erstenmal mit der Absicht aus dem Haus, jemanden zu töten. Das Wechselspiel zwischen unschuldiger Radioreporterin und (nicht ganz so kalter) Killerin gelingt Jodie Foster phantastisch.
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Jodie Foster wieder mal in Top Form. Sie spielt die hasserfüllte rachelüsternde Frau genial. Sie verliert ihren geliebten Freund bei einem brutalen Überfall, wacht aus dem Koma auf, besorgt sich ne Waffe und ihr komplettes Selbst verändert, verfremdet sich. Von nun an herrscht Selbstjustiz ohne Gnade, und das merkt man auch schnell. Es laufen ihr zahlreiche Opfer über den Weg, diese Szenarien werden durch Radio Sendungen, die sie moderiert, in etwa als Last von der Seele gesprochen. Der Film scheint eine Selbstjustiz Studie zu sein und ist von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam. Jodie hat ein Händchen für gute Thriller. 7/10 Punkte