Mit „Planet Terror“ liefert Robert Rodriguez seinen Part des Tarantino/Rodriguez Grindhouse Double Features ab. Auch von Rodriguez Version ist in unseren Landen (bisher) nur die erweiterte Version erschienen, was sich hier aber nicht als Fehler erweist. Und eins gleich vorweg, der Terrorplanet mundet mir um einiges besser, als Tarantinos Langweiler „Death Proof“.
Ein lustiges, grünes Gas sorgt dafür, dass Menschen sich zum Fressen gern haben. Durch einige Zufälle wird schließlich eine Gruppe Überlebender zusammengewürfelt, die gleich noch die Chance ergreifen den Verantwortlichen richtig in den Arsch zu treten. Ganz vorne mit dabei sind Tänzerin Cherry und ihr Freund Wray.
Die Story zieht zwar im direkten Vergleich zu Tarantinos Beitrag den Kürzeren. Unterhaltsamer kommt aber trotzdem „Planet Terror“ daher. Der Film bietet alles, was ich von einer Hommage dieser Art erwarte. Abgedrehte Charaktere, stupide Handlung, Over The Top Action und übertriebene Gewaltdarstellung. Alles ausreichend vorhanden. Vor allem mit den Charakteren hat Rodriguez den Leuten einen echten Gefallen getan. Wirklich sehr viele bekannte Gesichter in wirklich abgefahrenen Rollen haben sich hier zusammengefunden. Als da wären: Michael Biehl als Sherrif, Tom Savini als Deputy, Rose McGown als einbeinige Cherry und und und. Ein wahres Fest.
Die Umsetzung kann sich auch sehen lassen. Im Gegensatz zu den original Exploitation Filmen sind hier die Effekte und Stunts natürlich top. Lediglich die gewollten Filmrisse und Bildalterungen sowie einige Kameraeinstellungen erinnern an das Schmuddelkino vergangener Jahre.
Fans dürfen sich auch auf einige Anspielungen und schon bekannte Charaktere gefasst machen. Die recht lockeren Sprüche sorgen dann auch noch für genügend Kurzweil und einige Lacher. Also alles richtig gemacht!
Fazit: Rodriguez liefert geil gemachten Trash ab. Schön blutig und trotzdem lustig macht der Film ungeschnitten richtig Laune. Gerne mehr davon!