Zwanzig Jahre arbeitet Johnson (Sean Connery) im Dienst der Polizei und wahrlich es waren keine leichten zwanzig Jahre. Die schrecklichen Erlebnisse im Polizeidienst haben ihn umgekrempelt und völlig zerstört. Die vielen schreckliche Bilder, die er nicht mehr aus seinem Kopf kriegt, haben katastrophale Auswirkung auf seine Wahrnehmung im Dienst und für seine Ehe die am Ende ist.
Johnsons neuster Fall ist die Ermittlung und Suche eines Kinderschänders und tatsächlich wird ein Verdächtiger (Ian Bannen) festgenommen. Detective Johnson ist sicher, dass sie den Richtigen gefasst haben und das, obwohl die Beweise nicht ausreichend sind. Dennoch verhört Johnson den Verdächtigen auf seine spezielle Art und Weise und während diesen brutalen Verhörs bringt der ausgebrannte Johnson den Verdächtigen um. Somit erfährt der Zuschauer zu keiner Zeit, ob der Verdächtige auch tatsächlich der gesuchte Kinderschänder ist.
Kritik:
Der Kinderschänderfall ist in dem Film eigentlich zur Nebensache geworden. Die typische Suche nach dem Schuldigen ist gänzlich unwichtig. Denn es ist so, dass Detective Johnson den Verdächten im Kopf schon längst verurteilt hat.
Regisseur Lumet bietet uns zwar keine Spurensuche im eigentlichen Sinne, aber er führt uns in die menschlichen Abgründe eines Polizisten, der schon viel zu lang seinen Job ausübt. Einer wie er hätte schon längst den Dienst quittieren müssen oder sogar noch Psychiatrische Hilfe beanspruchen sollen und müssen. Ich habe sehr viele Sean Connery Filme gesehen und fand seine Leistung meistens mittelmäßig bis gut aber in dem Film übertrifft er bis dato alle seine gemachten Filme. Ian Bannen als Gegenpart ist ebenfalls sehr sehr gut. Teilweise spielt er mit Johnson und gibt eigentlich nie eine korrekte Ja oder Nein Antwort. Das bringt den psychisch ramponierten Detective an den Rande des Wahnsinns.