Als die Handvoll Zahnspangenträger mal wieder raus ins Freie fuhren, wurde mir direkt wieder bewusst: Nein, nicht schon wieder so ein Schrott!
Fassen wir die Charakterstudie von Hein Blöd und Co. mal zusammen: Durch die Bank durch nervtötend und klischeehaft, Charaktertiefe suchte man vergebens und das schlimmste ansich war, dass die Dialoge von einer absolut unbegabten Crew an Synchronsprechern vorgetragen wurde.
Leute, wo bekommt ihr immer solche lobotomisierten Sprecher her?
Naja, da ich diese Woche Urlaub habe, das scheiß Wetter mir schon seit vier Monaten auf den Sack geht und es immer noch zu kalt und grau ist, im Garten den Grill anzuschmeißen, hatte ich sehr viel Zeit für Billig-Filmchen und gab mich meinem Schicksal hin, dass da eben wieder 90 Minuten meines Lebens rausgeschossen werden. Was soll´s.
Komplett storyfrei bekommen die Teens es mit Zombies zu tun, die einfach mal so aus den Büschen hupsen. Dass die Weicheier sich nicht wehren können, dürfte jedem klar sein. Womit denn auch? Mit Clearasil, Lippenstift oder ihrem Bölkstoff nach ihnen schmeißen - das bringt Zombies nicht um. So verschanzen sie sich in einem heruntergekommen Hotel, das Out of Order ist. Genretypisch geht es weiter: Ein Glückstreffer hier, ein Biss am Arm mal dort. Ja, und dann kommt es:
Wie aus dem Nichts kommt eine Einheit von Marines bis an die Zähne bewaffnet um die Ecke (u.a. Luke Goss, Death Race 2 & 3) und metzelt mit Metal-Untermalung so ziemlich alles weg, was im Weg steht. Komischerweise macht das Laune, auch wenn sich diese Tarnhosen-Aushilfs-G.I.´s mit genauso bekloppten Synchron-Sprecher durchbatteln müssen. Dies betrifft natürlich auch Luke Goss, der sich eher nach einem Zeichtrickfilm-Charakter anhört, als nach einem ernstzunehmenden Marine.
Von da an freut sich das Trash-Herz in mir, die komplett erloschene Erwartungshaltung, das hier noch was geht, wird wieder reanimiert. Und so wird geschossen und gesuppt, dass man durchaus sagen kann, dass man auf unterstem Level unterhalten wird.
Die Story ist zwar immer noch total sinnfrei, aber genau an dieser Stelle schütteln die Script-Schreiber ihr Ass aus dem Ärmel:
Nur Zombies? Nööö, wir haben auch Vampire. So stellen wir also fest, dass die "Elite-Einheit" schon Jahrzehnte als Daywalker die Zombiemassen wegmetzeln und eine gute Moral beweisen: Sie ernähren sich ausschließlich von Kuhblut.
So, neben dem Gemetzel wird es dann noch abartig tiefgründig, denn wir sehen Flashbacks im Wilden Westen, Vietnam und auch im Mittelalter - dort wo die Einheit praktisch zum Vampir mutierte und zusammenfand.
Den Synchros und dem komischen Metal (das wohl aus Loops vom PC zusammengeflickt wurde) steht eine Trashunterhaltung gegenüber, die ab 2 Promille recht ansehnlich ist.
Somit dürfen Trash-Fans (vor dem Saufen) mal einen Probelauf starten mit dem neusten Ableger in der Zombiegemeinde.
Mit gutem Willen und Hang zum Trash:
5/10