Review

Manchmal frage ich mich, ob ich zu den wenigen gehöre, die sich vor dem Ansehen eines Filmes informieren, welche Art Film sie hierbei ausgeliehen oder gekauft haben.
Mir war von Anfang an klar, dass es sich hier um einen Handcam-Film handelt - mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Klar steht hier BLAIR WITCH größer auf dem Cover als EATEN ALIVE oder andere kannibalistische "Zensur-Lieblinge der 70er-Jahre".
Folglich ist es doch klar, dass hier das "ergötzende Splattergemetzel" außen vor bleibt - kann doch inszenierungstechnisch gar nicht anders sein, kapiert?

Natürlich wirkt das Filmchen wie ein Homemovie mit den üblichen Teenie-Flaxereinen etc . - so soll es ja auch sein - authentisch realitisch ... und eben nicht mit oscarverdächtigen Dialogen und Situationen.

Der Regisseur hat seine Hausaufgaben gut gemacht.
Manche Fans haben eben nur den falschen Film gewählt.
Shit happens.

Fazit:

Cannibals kann langweilen - muss es aber nicht, wenn man sich gedanklich anfreunden konnte, kein Remake und keinen "Darmwühler-Tier-Snuff-Film" anzuschauen.
Ich finde, dass der Streifen eine wohltuend andere Inszenierungsweise präsentiert, die frischen Wind in ein "totes Genre" gebracht hat.
Handkameragewackel kann doch spaßig sein, wenn es wie hier nicht übertriebend wird.
Ach ja, ich persönlich halte BLAIR WITCH für 'nen totalen Langweiler - Cannibals ist da wirklich besser.

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