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An der Winthrop University häufen sich sonderbare Vorfälle: Immer mehr Studenten verschwinden spurlos oder begehen Selbstmord. Die junge Madison und ihre Kommilitonen finden heraus, dass ihr College früher eine Irrenanstalt für geisteskranke Schwerverbrecher beherbergte, in der ein sadistischer Doktor namens Magnus Burke folterähnliche Experimente mit den Insassen veranstaltete. Bald wird klar, dass der Geist des skrupellosen Mediziners noch in den Hallen des Hauses umgeht und es gar nicht erwarten kann, seine schmerzhaften Untersuchungen an der neuen Generation fortzusetzen.

Auf dem Namen Asylum scheint irgendwie ein Fluch zu liegen, denn nicht nur die Filme der gleichnamigen Produktionsfirma sind ein ständiger Gülle-Regen, sondern auch dieser Filmtitel hier schafft es einen guten Regisseur wie David R Ellis sämtliches Talent aus den Knochen zu saugen. Prinzipiell mag ich ja Filme die in alten Anstalten, Krankenhäusern oder sonstwelchen Gemäuern stattfinden, weil sich dabei ja beinahe automatisch eine unheimliche Atmosphäre einstellt, aber selbst dieser Automatismus versagt hier völlig. Hier bewegt man sich durch die modernen Oberräume oder in einem unterirdischen Tunnel bei dem der Zuschauer aufgrund Dunkelheit so ziemlich gar nichts mehr erkennen kann. Gruselfeeling Fehlanzeige.
Die Story ist dabei eigentlich auch schon ausgelutscht. Da hat mal ein sadistischer Arzt seine Folterspielchen gemacht, wurde von seinen Patienten umgebracht und wird durch die Neueröffnung als Studentenwohnheim zum Leben erweckt. Das ist ja mal ein ganz neues Prinzip. Dazu kommt das übliche Sixpack an jungen Dumpfbacken, der Heldin Madison (die exakt so aussieht wie die junge Cate Blanchett), ein Frauenversteher, der Vorzeige Nerd, der Macho-Otto und noch zwei Mädels ohne tiefergelegte Eigenschaften.
Wenn jetzt dann wenigstens irgend etwas passieren würde. Stattdessen blödlabert der Haufen ständig rum, intime Lebensbeichten werden ausgetauscht (man kennt sich ja schließlich schon fast einen tag), blöde Witze gemacht, was dem einzigen Zweck dient, das unser Finsterdoktor sie je nach ihren einzelnen Urängsten traktieren kann. Das alles ist allerdings weder spannend, noch blutig oder gar originell. Das paßt die billige Auflösung obendrauf sogar ganz gut und am Ende ist die lahme Show vorbei. Es gibt wirklich keinen Grund dieses Asylum zu besuchen.
3/10

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