Ist schon etwas uncool, wenn man uns Mittdreißiger Tussen als College-Girls verkaufen will, auch wenn diese mit ordentlichem Make-up noch etwas hermachen.
Die Gebrüder Hillenbrand versuchen sich erneut auf dem Regiestuhl der Komödie, die mit dem dritten Teil der Reihe leichte Horroreinschläge einarbeitet, doch damit kaum einen Genrefan erreichen dürfte.
Studentenaustausch ist angesagt und da zieht es eine Truppe wilder Schüler nach Rumänien in eine alte Burg, in der jedoch kein Unterricht stattfindet, sondern Partys und geheime Experimente auf dem Plan stehen. Schüler Rusty hat da gleich mehrere Probleme, denn nicht nur der auferstandene Vampir Radu sieht genauso aus wie er, sondern die Freundin seines besten Freundes leidet unter einer gespaltenen Persönlichkeit, nachdem der Geist der Vampirbraut in sie gefahren ist…
Nett ist ja noch der Vorspann im Comic-Stil und recht goldig der Versuch, uns billige Studiokulissen als uriges Transsilvanien zu verkaufen, doch mit der Story, angelehnt an eine Mischung aus „Frankenstein“, „Dracula“ und Verwechslungskomödie kann man selbst anspruchslose Humorfans kaum beeindrucken.
Viele Gags stammen aus der Mottenkiste, Pups - und Fäkalwitze inbegriffen und wenn es mal nicht um Personentausch und Beziehungsprobleme geht, müssen Witzchen auf Kosten des Kleinwüchsigen und der Schönheit mit dem unsäglichen Buckel herhalten.
Immerhin ist das Tempo passabel und der Schlagabtausch unter den vielen Mitwirkenden recht hoch, was die Chose zumindest nicht gänzlich langweilig werden lässt, doch spannend gestaltet sie sich kaum.
Hier mal ein Versteckspiel, da eine Erkundung im geheimen Labor, dort eine oberflächliche Party, zwischenzeitlicher Drogenkonsum und Eifersüchteleien mit Hang zur überkonstruierten Situationskomik, - eine Mischung, die in ihrer biederen Form mit wenig nackter Haut und grenzdebilen Zoten definitiv einen erhöhten Alkoholpegel fordert.
Auch darstellerisch finden sich keine Leuchten, einige waren zwar schon beim Original von 2003 dabei, - geholfen hat´s aber wenig.
Zumal keine Figur wirklich sympathisch erscheint, da vom Nerd, über den Tollpatsch, der Bitch und der Braven zwar alle gängigen Klischees vorhanden sind, diese aber kaum überreizt oder treffsicher ausgespielt werden.
Knackig ist am ehesten noch die Vampirjägerin im Lederkostüm, die ein paar nette Moves durchzieht und auch sonst nicht unansehnlich in Erscheinung tritt.
Ansonsten befindet sich diese Horrorkomödie eher auf albernem Niveau, mit billigen Gags, platten Pointen und wenig Originalität.
Die oft zusammenhanglose Story bietet ausschließlich Altbekanntes und wer blutige Einlagen sucht, wird hier ebenso wenig fündig werden.
Allenfalls für Freunde der beiden Vorgänger zu empfehlen, Fans von subtilen Vampirkomödien sollten da besser auf den Klassiker von Polanski zurückgreifen…
3,5 von 10