Ganz so schlecht lief es in Sachen Tierhorror bei Regisseur Gary Jones nicht. Sein Debüt „Mosquito“ (1994) griff ebenso wie „“Spiders“ (2000) die klassischen Motive der 50er auf. Doch mit dem Ausflug in Saurier-Gefilde veränderte sich auch die Tricktechnik und man versuchte die Bedrohung in einer kruden Mischung aus Computergrafik und Stop Motion zu verkörpern. Hat nicht so ganz geklappt.
Im Jahre 2066 werden Space Marines der USS Sandee auf einen fremden Planeten geschickt. Die Erkundungsmission gerät jedoch zum Himmelfahrtskommando, als immer mehr Raptoren aus ihren Löchern kriechen und dem Team langsam die Munition ausgeht…
Drei Autoren haben an der Geschichte geschrieben, doch das Kollektiv bringt es nicht fertig, einen klaren Grund herauszuarbeiten, warum die Crew überhaupt dort landen soll.
Beinahe selbstironisch wird der Ort der Mission wie eine Kulisse für einen Mittelalterfilm beschrieben, doch das trifft es nur ansatzweise, da die Bauten ganz offensichtlich einer Leichtbauweise entsprechen, die beim Einsatz einer zu stark eingestellten Windmaschine binnen Sekunden wegwehen würden.
Derweil ist von der Crew grundlegend niemand sympathisch. Captain Mace ist ein Hitzkopf, der gegen jeden stichelt, die namenlose Frau Doktor hat sich vor der Mission offenbar kurzfristig mit Botox als Schutz vor den Reptilien behandeln lassen und weitere Ärzte, die beinahe im Minutentakt Schutzimpfungen verabreichen, kann man ohnehin nicht ernst nehmen. Die Bedrohung allerdings auch nicht.
Die stets in Ruhe tapernden Raptoren variieren in Größe und Farbe, dazwischen gibt es Köpfe vom Tyrannosaurus (ohne Restkörper) und jede Menge Ballerei ins Grüne (Greenscreen).
Immerhin hat man sich innerhalb des kaum vorhandenen Budgets auf einige handgemachte Gewalteinlagen verständigen können, so dass zwei Enthauptungen, eine Körperteilung und eine abbe Hand mitzunehmen sind. Die minimalen Highlights.
Dazwischen betritt man eine Art Burg und trifft auf eine vermeintlich ausgestorbene Spezies, eine kleine Verschwörung wird aufgedeckt und bei alledem flacht das eindimensionale Treiben zusehends ab, da eben nie mehr als geballert wird. Da die Sets nichts hermachen, kommt zu keiner Zeit eine taugliche Atmosphäre auf, die schwachen Mimen und die gestelzten Dialoge mit der dazugehörigen üblen Synchro sind nur innerhalb der ruhigen Momente unterhaltsam und die kurzen Szenen an Bord der Kommandozentrale untermauern, dass selbst das Kopieren einer Enterprise-Zentrale zum scheinbar unlösbaren Problem wird.
Das Treiben ist vergleichbar mit dem ersten Level eines Computerspiels aus den 90ern, nur mit deutlich weniger Charme und einem überdeutlichen Mangel kreativer Einfälle. Selbst eingefleischte Trashfreunde dürften spätestens zur Halbzeit abwinken.
2,5 von 10