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Vor vielen Jahren verunglückte ein kleines Mädchen bei einem bösen Spiel von anderen Kindern tödlich. Die Kinder, drei Mädchen und ein Junge, schwörten sich, nie jemandem davon zu erzählen. Der als Opfer hingestellte arme Mann, wurde in eine Nervenklinik eingewiesen. Viele Jahre später kann die Person entkommen und bedroht die damals betroffenen Kinder mit obszönen Anrufen. Beim Abschlussball kommt es schliesslich zu einer blutigen Mordserie...

Ja, auch die Slasher zu Beginn der 80er waren nicht viel origineller als heutzutage. Ein Haufen jugendlicher Dumpfbacken, mit Sympathiewerten auf Zahnfäuleniveau, haben nix anderes in der Birne als Sex und Parties und werden von einem Unbekannten Schlitzer verdientermaßen einer nach dem anderen ins Jenseits befördert. OK, 1980 mag die Geschichte noch nicht so abgedroschen gewesen sein wie nowadays, aber selbst damals hätte das Drehbuch keine Originalitätspreise gewonnen, zumindest Bild und Ton haben die vergangenen 30 Jahre gut überstanden.
Die ersten 62 Minuten verlaufen dann auch im quälenden Schlafwagentempo, es wird endlos gelabert wer denn nu mit wem gerade in die Kiste steigt o.ä. Teeniegebabbel, also genau der Stoff auf dem man sich ja ach so drauf freut, wenn man sich einen Horrorfilm ansehen möchte. Nach dem Anfangskill kann man also noch getrost die Wäsche bügeln, seine E-Mails checken und die Katze füttern bevor der böse Killer endlich aus seinem Winterschlaf erwacht und seiner scripttechnisch geregelten Arbeit nachgeht.
Interessant an Prom Night ist zumindest sein Cast mit Promis im Frühstadium, ok Leslie Nielsen ist schon länger im Geschäft gewesen aber zumindest stand er noch vor seinem großen Durchbruch mit "Die nackte Kanone", hier schleppt er sich leider eher routiniert gelangweilt über den Schulcampus. Jamie Lee Curtis bemüht sich wenigstens und zeigt durchaus Ansätze von Schauspielerei.
Trotzdem bleibt Prom Night ein langweiliger Slasher, der erst im letzten Filmdrittel seinen Namen verdient, während der ersten Stunde fand ichs wesentlich interessanter der Spinne an der Zimmerdecke beim Netzbau zuzusehen. Sorry, aber ein Klassiker, wie auf dem Cover großspurig angepriesen ist diese Spannungsnullnummer definitiv nicht. Im Finale wird die Temposchraube immerhin etwas angezogen, blutig und horribel wirds zwar nicht allzu sehr, aber wenigstens bekommen die wachgebliebenen Zuschauer jetzt das zu sehen wofür sie Eintrittsgeld bezahlt haben.
Wer diesen "Klassiker" bisher nicht gesehen hat, hat dabei nix verpaßt, der Film ist in meinen Augen stark überbewertet. Mit Müh und Not 3 Punkte

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