Review

Anthony Hickox Regiedebüt ist eine Horrorkomödie die noch ihres Gleichen sucht. Er selbst schrieb das Drehbuch und hatte auch kein großes Budget, aber was er daraus gemacht hat ist einfach klasse.

Inhalt:
Ein düsteres Wachsfigurenkabinett in dem die Figuren lebensecht aussehen. Und sie sind auch echt, denn wenn man ihnen zu Nahe tritt verschwindet man durch ein Tor in deren Welt und wird grausam ermordet. Leider passiert das auch ein paar Jugendlichen. Die Polizei glaubt den Überlebenden nicht, aber wird bald eines besseren belehrt. Denn der Wachsfigurenkabinettbesitzer Mr. Lincoln plant die Auferstehung all seiner Wesen und dazu braucht er Menschenopfer.

Die Story ist einfach aber toll umgesetzt. Hickox hat uns viele gute Horrorfilme beschert, aber dieser ist sein bestes Werk. Der ganze Film nimmt sich nicht ernst, obwohl es zum Teil ganz schön rabiat zur Sache geht. Hickox vereint hier einen Haufen Klassiker, sei es Romeros Zombies, Werwölfe, Marquise de Sade oder Vampire. Trotzdem verarscht er diese ganzen Figuren nicht, sondern man kann es eher als eine Art Verbeugung sehen. Vor allem sind diese Welten sehr detailgetreu von Hickox in Szene gesetzt worden und dazu noch mit Charme und dem nötigen Humor gewürzt.

Natürlich dürfen auch hier die blutigen Effekte nicht feheln und davon gibt es reichlich, es werden Köpfe zerquetscht, durchbohrt, abgestochen, verbrannt und aufgespießt und dabei darf das Ketchup in Strömen fließen. Dieser Film ist auch ein Fest für Gorehounds, aber dank des Humors und der tollen Umsetzung auch etwas für Leute die das Horrorgenre nicht so mögen.

Selbst die Darsteller sind top. Zach Gilligan, der sich auch schon mit den Gremlins herumärgern durfte macht eine gute Figur. John Rhys Davis darf sich in einen Werwolf verwandeln und Miles O´Keefe spielt einen Vampir. Patrick Macnee spielt einen rüstigen Rentner im Rollstuhl, der mit seinen Kumpanen im Finale zum Angriff auf das Kabinett bläst.

Und genau das ist auch der Höhepunkt des Films, das furiose Finale. Denn alle Figuren erwachen zum Schluss und dann gibt es ein hübsches, aufwendig inszeniertes Gemetzel. Trotz des etwas knappen Budgets sind die Effekte einfach toll.

Hickox vernachlässigt nie seine Kulisse, er hat immer den passenden hintergrund, sogar sehr detailgetreu. Dazu noch der feine Score, man merkt richtig dass man hier noch in den 80ern war.

Fazit:
Ein kleines, lustiges Meisterwerk. Sein Regiedebüt war auch gleich sein bester Film. Hübsch blutig, schwarzhumorig, dieser Film bereitet einfach Spass.

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