Mal ehrlich, die besten Werke hat Anthony Hickox in den ersten fünf Jahren seiner Schaffensphase abgeliefert. Denn wenn man sich seine letzten Filme anschaut bekommt man eher Durchschnittswahre vom Fließband, ohne jeglichen Erinnerungswert, vorgesetzt wo er dem Horror-Nerd, damals, Streifen wie Hellraiser III, Warlock oder Full Eclipse als Leckerbissen serviert hat.
Waxwork, oder besser, Reise zurück in die Zeit (Irgendwie hat der deutsche Verleih es damals echt drauf gehabt, den Filmen völlig bekloppte Titel zu verpassen), ist eines dieser Frühwerke. Und da ist auch schon sein Problem. Denn es ist Hickox´s erster Film.
Und so fehlt ihm der letzte Schliff, wie oben genannte ihn erkennen ließen. Es herrscht zwar eine komödiante Grundstimmung vor, jedoch gehört diese Art von Jokes und Plot eher zu einer Highschool-Komödie mit Romanzenschlagseite, wie sie in dieser Filmepoche Gang und gebe waren, als in eine Horror-Comedy fürs ältere Publikum. Denn wenn man seine Splatter-Einlagen beachtet, die in der damaligen Videothekenfassung sogar rausgeschnitten waren, fragt man sich zwangsläufig, ob der Schöpfer sich nicht entscheiden konnte, was er hier nun kreieren wollte. Trash vielleicht? Wozu die dämlichen Dialoge und talentfreien Darsteller natürlich noch ihren Senf beisteuern.
Unterm Strich kann ich diesen Film wirklich nur noch den Horror-Nostalgikern meiner Altersklasse empfehlen, wenn diese mal wieder einen kleinen Ausflug in ihre Jugend machen wollen um sich dabei über ihren, damalige, Geschmack zu amüsieren. Denn gut war der erste Waxwork nun wirklich nicht. Vielleicht sollte man hier mal über ein Remake nachdenken.