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Der geheimnisvolle Mr. Lincoln (David Warner) eröffnet in einer Kleinstadt ein Wachsfigurenkabinett, daß zahlreiche Gruselszenen zeigt. Er lädt einige Teenager aus der Stadt ein, die dann vor Ort in die dargestellten Szenen hineingesaugt werden, um dort ihr Leben zu lassen. Dadurch sollen die Monstren und Dämonen zum Wechsel in unsere Welt befähigt werden, um das Böse siegen zu lassen. Zwei der Teenager schaffen jedoch den Weg zurück und mittels der Hinweise des im Rollstuhl sitzenden Sir Wilfred (Patrick Macnee) bieten sie Lincoln Paroli.

Waxwork ist ein Film, den man wohl getrost als Reise durchs Horrorgenre betrachten darf. Der Film beinhaltet fast sämtliche Gruselgeschichten des klassischen Horrorkinos. So sieht man z.b. eine Werewolf-Story, Die Mumie, Dracula, Marquis de Sade und sogar Romeros Night of the Living Dead hat hier einen kleinen Auftritt in diesem Film.

Die einzelnen Horrorepisoden sind sehr gut gemacht und allesamt könnten auch als einzelne kleine Filme funktionieren. Von allen Geschichten hat mir besonders gut die Night of the Living Dead-Parodie gefallen. Hier wird sogar Romeros Stil sowie seine Kamera-Einstellungen kopiert. Es wirkt echt glaubwürdig und witzig, da es sich bei dem Film hier ja eher um eine Persiflage der Horrorgeschichten handelt.

Auch die Werewolf-Story ist sehr gut gemacht. In einer kleinen Hütte stattfindend, beweist hier Johny-Rhys Davis (Gimli aus Herr der Ringe), dass er auch als Werewolf eine gute Figur macht. Dabei wird weder der Humor-noch der Splatteranteil ausser Acht gelassen, sondern die beiden werden nahezu perfekt kombiniert.

Die Dracula-Story bringt den Höhepunkt an Splatter. Hier werden die Vampire geschlachtet, dass es besser nicht mehr geht. Leider wurde hier der Humor ausser Acht gelassen und so ist diese Geschichte nur was für Horrorfans.

Die Marquis de Sade-Geschichte ist sehr erotisch angehaucht und zeigt eigentlich keine richtige Horrorstory, sondern eher einen ziemlich bösen und makaberen Marquis de Sade. Meiner Meinung nach passt diese Episode allerdings nicht in den so sonst Horror-Orientierten Film und da sie auch sehr viel Zeit des Films in Anspruch nimmt, wertet das den Film leider ein wenig ab.

Die Schauspieler sind allesamt gutes Mittelmass, doch es gibt auch Prominente Gesichter in diesem Film. So zum Beispiel David Warner, der den Chef des Wachsfigurenkabinetts ausgezichnet darstellt, oder Patrick Macnee, der als überzeugter Kreuzritter alle Sympathien auf seiner Seite hat. Als letztes wäre da noch Zach Galligan zu erwähnen, der den meisten wahrscheinlich aus Gremlins 1+2 bekannt sein wird.

Fazit:
Waxwork ist einer meiner Lieblingshorrorfilme und ich kann ihn mir immer wieder ansehn ohne, dass er langweilig wird. Der Grund, dass hier nicht nur eine, sondern gleich mehrere Horror-Klassiker auf die Schippe genommen werden erlaubt es dem Film nicht nur für Horrorfans interessant zu wirken. Jedoch sollte man doch ein wenig Erfahrung im Splatter-Genre haben, sonst werden einige Leute keinen Gefallen an den Film haben. Bis auf die Marquis de Sade-Geschichte ist der Film einfach perfekt und ausgezeichnet geeignet für einen Halloween-Abend.

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