Eine Gruppe von Highschoolschülern entdeckt in ihrer Nachbarschaft ein urplötzlich aufgetauchtes Wachsfigurenkabinett und erhält vom Betreiber David Lincoln (David Warner) eine Einladung zu einer Privatvorstellung um Mitternacht. Neugierig betreten sie das alte Haus, in dem sie eine Ansammlung von Horrorszenarien in Wachs vorfinden. Angezogen von der morbiden Faszination bemerken sie nicht, wie ihr Freund Tony auf einmal in eine Szene förmlich hineingesogen wird. Dieser, plötzlich im dunklen Wald stehend, stellt bald fest, dass dies kein schlechter Trip ist, als ein Werwolf auftaucht, noch gefolgt von einem Jäger mit Silberkugeln. Nach der Nacht entkommen nur zwei der Teenies dem Horrorkabinett, der Rest bleibt vermisst. Auch die Polizei, die außer den beiden Schülern noch weitere Vermisste aus den letzten Wochen sucht, tappt zunächst im Dunkeln. Als zwei Ermittler in das Kabinett kommen, ist auch für die Cops die eine oder andere Überraschung bereit. Anthony Hickox inszenierte eine witzige Genreparodie, in der durch die ausgestellten Szenen ganz offensichtlich auf alles Bezug genommen wird, was unter den Klassikern Rang und Namen hat: Neben Werwölfen und Vampiren dürfen auch die Mumie, das Phantom der Oper oder der Unsichtbare nicht fehlen. Alles ist drin und nichts wirklich ernst, dazu spielt das Drehbuch viel zu sehr mit den gegebenen Charakteren und persifliert diese, das beim Anblick des putzigen Werwolfs mit den puscheligen Ohren das Lachen nicht ausbleibt. Die zahlreichen Masken sind durchweg gelungen, als Vorbild machte Madame Tussaud offensichtlich einen grossen Eindruck auf Anthony Hickox. Auch die SFX im Splatterbereich sind hervorrragend umgesetzt, mit Bob Keen ("Alien", "Hellraiser 3") konnte ein echter Spezialist mitwirken. Es gibt zwar nicht allzu viele davon, die sind allerdings recht blutig. Vor allem ein von Ratten und Vampiren bis zum Knochen abgenagtes Bein eines Gefangenen kann da sehr überzeugen. Als Steigerung für den großen Showdown hat sich das Drehbuch von Anthony Hickox einen fantastischen Background mit Weltbeherrschung und Mystik nicht nehmen lassen. Etwas schade ist allerdings, dass das Finale von den guten Goreszenen nichts zu bieten hat, sondern ganz auf Action mit platten Gags setzt, da wurde die zuvorige Linie des schwarzhumorigen, makaberen eindeutig zugunsten von Albernheiten verlassen. Besonders der Auftritt des Onkels vom adeligen Marc Loftmore in seinem Kriegsrollstuhl ist peinlich, zumal Patrick Mc Namee ("Mit Schirm, Charme & Melone") das nicht nötig hätte. Ansonsten finden sich durchgehend solide Schauspieler ein, die neben ihrem Beziehungsgeplänkel noch genug Zeit haben, um an der Highschool nichtsnutzig ihren Lehrer zu nerven. Besonders reizvoll sind aber die Zeitreisen, wenn sich die Protagonisten kurzerhand z.B. beim Marquis De Sade wiederfinden. Ein weiteres Highlight ist die Hommage an "Night Of The Living Dead", die sogar, dem Vorbild gleich, in S/W gedreht wurde.
Fazit: Unterhaltsame Genreparodie mit netten Gags und wenigen, aber sauberen Splatterszenen. 6/10 Punkten