Ein Wachsfigurenkabinett lädt zu einer mitternächtlichen Sondervorstellung. Nicht ganz frei von Zweifeln verirrt sich die Gruppe um Teenager Mark in diese Ausstellung, die manch gruselige Szene zeigt. Dass einige seiner Freunde offensichtlich nach dem Besuch verschwunden sind, lässt Mark Nachforschungen anstellen. Und diese führen in dem von Anthony Hickox geschriebenen und inszenierten „Waxwork“ zu einer episodenhaften Schau, wenn die Leute in die Dioramen stolpern und die dortige Welt betreten.
Dass die sich kaum darüber wundern und den quasi-Dimensionswechsel mit einem lapidaren Satz abtun kann man hinnehmen. „Waxwork“ nimmt sich eh nicht ganz ernst, Hickox mischt seine kleine Horrorschau immer wieder mit etwas Witz und Anspielungen auf diverse andere Werke. Nicht jedes Portal führt hierbei in ein spaßiges Szenario und durch die Inszenierung einer quasi-Anthologie innerhalb des Films wirkt das Ergebnis recht zerstückelt. Der erzählerische Kleber dazwischen ist mehr als dünn und es bleibt der Eindruck, als wollte Hickox einfach mal von allem etwas zeigen, was zu einer gewissen Inkonsistenz und manch kleiner Länge hier und da führt.
Einfallsreich gestalten sich die Kreaturen, die überwiegend im Finale losgelassen werden. Da konnte sich Bob Keen, der für die Effekte und Masken verantwortlich zeichnete, sichtlich austoben und diese Arbeit ist der beste Grund, sich „Waxwork“ mal anzusehen. Immerhin suppt es auch mal rum und insgesamt besitzt Hickox' erste Regiearbeit immer noch einen okayen Unterhaltungswert. Mitsamt wackeliger Kulissen, Schwanensee in Ägypten und ein paar bekannten Gesichtern auf der Besetzungsliste wie Zach Galligan, Patrick Macnee oder John Rhys-Davis.
„They'll make a movie about anything nowadays.“
Dass sich das Regiedebüt von Anthony Hickox nicht vollends ernst nimmt steht ihm gut zu Gesicht. Das episodenhafte Spuk-Museum ist von schwankender Spaßigkeit, macht aber immer mal wieder und insbesondere im finalen Gekloppe Laune. Gelungene Masken und Effekte helfen über manch kleine Länge hinweg, phantasievoll ist „Waxwork“ mit seiner Grundidee allemal und daher ein solider 80er-Snack.