4
Der hat nichts mit irgendeinem der Vorgänger zu tun und wurde nur aufgrund der Handlung in der Abschlussballnacht notdürftig an die bisherige "Trilogie" drangetackert. Selten wurde die moralisch gerechtfertigte Bestrafung von Teenagern, die sich nicht puritanisch benehmen, so auf die Spitze getrieben wie hier mit dem Priester-Schlitzer. Es ist quasi ein religiöser Michael Myers Verschnitt, sieht allerdings viel zu jung aus für jemanden, der mindestens Anfang 50 sein müsste. Der Film, der auch sonst mit christlichen Motiven spielt und u.a. auf gregorianische Gesänge setzt, lässt nach dem Ausbruch des Maniac aus seiner Zelle erst einmal den Ball fallen und hebt ihn erst zum mäßig spannenden Standardfinale wieder auf. Selbst für einen Slasher sind die Sexteens arg austauschbar und hohl. Und weil nur so wenige vorkommen (2 Pärchen!), fällt auch der Bodycount kümmerlich aus.
7
Der Film ist der härteste der Reihe, die aktuelle Freigabe ab 16 ist natürlich ziemlich unverständlich. Zwar hat der Film nur drei blutige Morde zu bieten, diese sind aber recht sadistisch und am Ende geht der Mörder in Flammen auf, dies sieht man sehr lange und detailliert. Der Hauptdarsteller ist klasse und spielt seine Rolle realistisch, er besitzt einen beängstigenden Blick. Der Rest der Darsteller ist im unteren Mittelmaß anzusiedeln. Netter Horror aus den Anfängen der 90ziger, mit Härte und einem überzeugendem Bösewicht.
6
Kanadische Low-Budget-Mischung aus Okkult-Horror und Slasher, die 1992 als vierter Teil der "Prom Night"-Reihe vermarktet wurde, aber als eigenständiger Film fungiert. Herausgekommen ist dabei ein durchaus atmosphärischer, unterhaltsamer Horrorfilm für Genre-Fans, dem aber irgendwann etwas die Puste ausgeht. So hätte es ihm gut getan, die düsteren Elemente stärker herauszuarbeiten und den satanischen Mörder mehr hervorzuheben und zu charakterisieren. Dennoch: Solide!
0
Prom Night 4 ist ein sehr, sehr billig produzierter Slasher, der aber durch einige witzige und blutige Morde und eine gewisse Atmosphäre zu überzeugen weiß. Auch die Regie hat gute Arbeit geleistet und man kann als Fan von kleinen blutigen Horrorstreifen ruhig mal reinschauen. Rating : 6,5/10