Bitte verzeiht mir, ich möchte keinen Argento-Anhängern vor den Kopf stossen, aber bei Mother of Tears handelt es sich um ein mieses kleines Filmchen, bei dem kein Horror und keine Spannung aufkommen möchte. Im Gegenteil, die Szenen mit dem Affen, die Ankunft der Furien, Asias Konfrontation mit der wahrem Schicksal ihrer Mutter und ihrer selbst und das Ende, das als Höhepunkt des Filmes gelten soll - und für meinen Geschmack eher an einen "coitus interruptus" erinnert - erscheinen eher unfreiwillig komisch.
Schlechte Schauspieler, billige Effekte und eine hanebüchene Story haben den Filmgenuss mehr als getrübt. Das einzige was man noch als interessant einstufen kann ist der Score, der an ein Brummen/Vibrieren erinnert, hier und da klopft es auch mal, das war mal was anderes und die Kulisse. Vor allem die Treppenhäuser des Museums und des Hauses des Museumsdirektors haben mir gut gefallen. Rom ist halt durch und durch antik, die Zeit scheint dort stehen geblieben zu sein. Zumindest was das Mauerwerk und die Gebäude angeht...Aber wohl auch die Art des Filmemachens. Ich dachte den ganzen Film über vor einem alten Schinken aus den 70ern zu sitzen.
Ich gebe zu, ich kenne keines der Argento-Werke, vielleicht fehlt mir auch deswegen ein Gespür für diese Art des Horrors. Ich dachte, ich gebe Argento mit diesem Film eine Chance, werde aber wohl von seinen Werken erst mal einen Bogen machen.
Okkultismus, Hexerei, die Kirche, es hätte wirklich ein böses Filmchen geben können. Da war die erste Szene im Museum doch tatsächlich ein Lichtblick, aber ab da nahm die Qualität des Filmes für mich immer mehr ab.
Für mich leider aus der Sicht eines Argento-Anhänger wohl "subjektive" 2/10 Trost-Punkte für die tolle Kulisse und den Score.