Den Vergleich zu Argentos Altwerken hält The Mother of Tears nicht stand und schneidet in fast allen Belangen schlechter ab, dennoch halte ich den Hexenfilm für eine gute Abwechslung im Horror-Einerlei der DVD-Regale.
Der ehemalige Meisterregisseur verzichtet in seinem Film gänzlich auf optische Spielereien und verfremdende Beleuchtungstricks.
Dafür ist die Grundgeschichte klarer durchdacht als bei vielen frühen Filmen, die sich nur auf die emotionale Ebene verlassen konnten.
Seine Tochter Asia ist sichtlich reifer geworden und spielt die Hauptrolle glatt und ohne Kanten. Eine Identifikation bleibt wegen der abstrusen Geschichte eh außen vor.
Nach einem guten Beginn lässt das Movie seine Spannungsschraube locker, um im letzten Viertel dann noch mal anzuziehen.
Selbst in der deutschen Fassung sind brutaler Gore und Ekel-Splatter vorhanden - die Cuts hierzu sind in einem erträglichen Rahmen. Nur UNCUT-gesteuerte Fans sollten zu einer ausländischen Fassung greifen.
Die Geschichte ist interessant und ein guter Abschluss der in den 70er-Jahren begonnenen "Mütter-Trilogie".
Fazit:
Hexenfilm, der nur aus Raritätsgründen wirklich punkten kann. Für Nicht-Fans eher geeignet als für Argento-Begeisterte.