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Mittlerweile lebt nicht mehr viel auf unserem schönen Planeten. Der T-Virus hat fast die gesamte Menschheit in blutgierige Zombies verwandelt. Die Umbrella Corp. hat sich in ihr unterirdischen Labyrinth zurückgezogen und experimentiert mit Infizierten und den Klonen von Alice. Alice selbst durchstreift die zur Wüste gewordenen Städte und trifft auf alte Bekannte ...

Nach dem zahmen ersten Teil und der actiongeladenen, aber immernoch zu harmlosen Fortsetzung, übernahm nun Russell Mulcahy ("Highlander") die Regie.
Der Wiedererkennungswert der Games ist im dritten Anlauf auf ein Minimum reduziert, dafür bediente sich Drehbuchautor Paul W.S. Anderson bei vielen Klassikern des Horror- bzw. Actiongenres. Die post-apokalypischen Bilder erinnern an "Mad Max", der Angriff der Krähen an Hitchcocks "Die Vögel" und die Story selbst in weiten Teilen an "Day of the Dead". Somit sind die Umbrella Corporation, der aus Teil 2 bekannte Carlos (Oded Fehr), die neu hinzugekommene Claire (Ali Larter) und natürlich Alice die einzigen Details, die an die Spiele bzw. die Vorgängerfilme erinnern.

"Resident Evil: Extinction" bietet kaum Überraschungen, doch stimmt der Film durch sein hohes Tempo, anhaltende Spannung, die schicke Inszenierung und den erstaunlich hohen Blutgehalt versöhnlich. Endlich zeigt "Resident Evil" die Härte, die bisher fehlte.
Die Actionszenen sind flott umgesetzt und choreografiert, die Tricks können sich sehen lassen. Bis auf eine mittelprächtige CGI-Explosion gibt es keinen Grund für Beanstandungen. Lediglich die Anzahl der Actionsequenzen hätte höher ausfallen können. Neben vergleichsweise kurzen Auseinandersetzungen mit untoten Hunden oder den oben angsprochenen Krähen gibt es gerade mal eine wirklich ausgibige Schießerei durch eine Horde Zombies. Doch gerade die hat es insich und tröstet sogar über das schwache Finale hinweg.

"Resident Evil: Extinction" ist mehr als nur eine würdige Fortsetzung. Teil 3 ist der beste der gesamten Reihe, was nicht zuletzt an den vielen treffsicheren Genrezitaten und den großartigen Bildern liegt. 8/10 Punkten.

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