Wenn Kinder so zwischen 13 und 18 Jahre alt sind, ihr Alltag aus Drogen, Alkohol und Sex besteht, haben Eltern einen Grund sich Sorgen zu machen. Ihre Liebsten sind keine Kinder mehr, sondern geraten immer mehr auf die Schiefe Bahn und wollen erwachsen wirken.
Spätestens dann erkennt man, dass Filme wie "Kids", "Bully" und "Ken Park" sehr wichtig für unsere Gesellschaft sind. "Kids", den ich hier bespreche ist Larry Clarks erschütterndes Porträt über eine verlorene Jugend. Wie auch bei den anderen zwei oben genannten Jugenddramen, behandelt "Kids" sehr ernste Themen: Drogen, Alkohol, Sex, Gewalt und hier das Hauptthema Aids! Dies tritt alles auf, während der Schwelle des erwachsenwerdens, man will cool sein, lässt sich nichts mehr von den Eltern sagen, wird nicht ernst genommen usw. Hier spielt das Thema Aids eine wichtige Rolle, denn es gibt einen Jungfrauenknacker namens Telly (Leo Fitzpatrick in einer sehr überzeugenden Darstellung) der scharf ist auf alles was noch unberührt ist. Unwissend von seiner Krankheit steckt er jede an, mit der er schläft, so auch die hübsche Jenny (Chloe Sevigny). Als Jenny ihre Diagnose HIV-positiv erfährt, will sie Telly warnen, doch der ist schon auf dem besten Weg die 13 jährige Darcy rumzukriegen.
Meiner Meinung nach sollte "Kids" als Aufklärungsfilm dienen, den man in jeder Schule auch den unter 16 jährigen zeigen sollte. Denn auch derart wichtige Genrevertreter (gemeint sind auch "Ken Park" und "Bully), die so erschreckend die Ausmaße Jugendlicher darstellen, findet man leider nicht allzu oft. Jedoch muss ich "Kids ein klitzekleinen Minuspunkt geben, und zwar das Ende kam sehr überraschend. Ich hätte gerne noch Tellys Reaktion, auf die Nachricht das er Aids hat gesehen. Vielleicht war dies aber auch von Regiesseur Clark so beabsichtigt um alles dramatische noch auf die Spitze zu treiben und um einen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen.