Review

Pennys Lach- und Sachgeschichten.
Heute: Kids

Telly ist klein, dumm, hat nichts, kann nichts und sieht nackt zum Davonrennen widerlich aus. Telly hat zwar keinen Funken Verstand im Schädel, aber dafür hat Telly eine Gang (in der sich teilweise auch richtig gefährliche Grundschüler herumdrücken). Und weil Telly außer Titten nichts im Kopf hat, ist er auch zu blöd zum Verhüten. Komischerweise scheint das auf die komplette minderjährige weibliche Bevölkerung eines gesamten Landstrichs zuzutreffen, die sich allesamt beim filzigen Telly mit ADS ... verzeihung, ich meine natürlich AIDS angesteckt haben. Den Telly interessiert das aber nicht, weil er lieber mit seiner gefährlichen Gang Leute mit Skateboards niederschlägt und den einen oder anderen Joint quarzt.

Kennen Sie das nicht auch, liebe Leser? Jawohl, willkommen bei meiner Generation. Laut einigen Kritikerstimmen grinst ihnen hier meine Generation mit all ihren ungeputzten, braunen Zähnen entgegen.Einige Kritiker besaßen die bodenlose Frechheit, diesen kleinen Streifen Schund aus der Independent-Ecke als tabuloses und aufwühlendes Sittengemälde zu loben. Alles, was meiner bescheidenen Meinung nach dabei herausgekommen ist, ist ein billiger kleiner Teenie-Bumsfilm, bei dem wahrscheinlich einigen Kritikern eng in der Hose geworden ist (erstaunlich, dass es OK ist, wenn Minderjährige ungestraft vor der Kamera blank ziehen, solange man nur behauptet, es sei für die Kunst).
Was stimmt an dem Film nicht? Nun, da sind zuallererst mal einige grundsätzliche Punkte. Nehmen wir mal die Schauspieler, die zusammen mit dem verkorksten Drehbuch dafür sorgen, dass einem der Spaß an Independentfilmen nachhaltig vergällt werden kann.
Sicherlich mögen die jungen Leute allesamt Amateure sein, aber das ist noch lange keine Entschuldigung für diesen totalen Ausfall jeglichen Talents. Im Böse-Wörter-sagen sind sie alle schon ganz gut, aber ehrlich, nur weil man sich traut, mal laut "ficken" zu sagen, während die Kamera läuft, hat man wirklich kein Lob verdient, sondern eigentlich einen Riesenarschvoll.
Was will uns der Film sagen? Und an welches Publikum richtet er sich? Also, ich habe da eine Idee ...

Sicherlich kennen Sie doch auch diese alten Männer, die außer damals in der Wehrmacht nie was erreicht haben und nun bis spätabends in der Kneipe sitzen, sich gegenseitig die Haare glattsaufen und immer über die verkorkste Jugend von heute schimpfen, die vollkommen ohne Disziplin aufwächst und dumm, ungewaschen und langhaarig ist? Und das sind dann meistens auch diese geilen alten Säcke, die immer in der Videothek mit den "Endlich 18"-Pornos in der Hand vor Ihnen in der Schlange stehen? Ja? Gut, dann haben sie wahrscheinlich genau das Publikum für diesen Haufen pseudo-anspruchsvollen Schrott vor Ihrem geistigen Auge.

Verlogene Ewiggestrigen-Propaganda, die gerne Kunst sein würde, wenn sie mal groß ist. Könnte ich Minuspunkte vergeben, würde ich es tun.

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