Larry Clark's Kids, einer unter vielen Kultfilmen, besticht besonders durch "freche" Dialoge und gute Darstellung. Die Schauspieler sind allesamt gut ausgewählt und passen hervorragend in ihre Rolle. Besonders Justin Pierce als Casper begeistert, aber auch Leo Fitzpatrick spielt einen tollen Telly und Chloe Sevigny als Jenny beweist ihr schauspielerisches Talent. Eine interessante, einfache aber kreative Kameraführung und eine geschickt gewählte Szenerie können den Film, der stark einer Dokumentation ähnelt, enorm bereichern. Klischees werden gezeigt allerdings nie zu stark intensiviert und auch die Charaktere sind ausgereift und interessant. Die Musik präsentiert die "guten Seiten" des Hip Hop/Rap und auch die Dialoge wirken interessant und natürlich. Einziges Manko ist vielleicht, dass sich Clark zu sehr auf Randgruppen spezialisiert und seine "Kids" teilweise zu cool agieren lässt. Außerdem wird die AIDS-Problematik meiner Meinung nach etwas zu "seicht" dargestellt und die Schlussszene, als Casper auf dem Sofa sitzt und "Gott Jesus was is passier" sagt schon extremst künstlich wirkt. Trotzdem eine positive Erscheinung im Filmbusiness der letzten Jahre und ein Film, den man sich durchaus immer wieder ansehen kann.