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Nach „Capital Punishment“ hetzte Regieversager David Huey Gary Daniels noch durch einen weiteren Billigklopper, der das vorherige Werk noch unterbietet.
Hauptfigur ist Ex-Cop Jared Taskin (Gary Daniels), natürlich ein 1A Kampfsportass, aber mit psychischem Knacks seit dem Aufeinandertreffen mit einem Frauenmörder vor Jahren. Dabei wurde Jareds Sohnemann schwer verletzt (anfangs lässt „Full Impact“ noch so scheinen, als sei er dabei gestorben, ganz was Raffiniertes) und die Ehefrau trennte sich von ihm. Deswegen ist Jared jetzt in Therapie, doch um alle Klischees vollzumachen vertraut er sich als echter Mann seiner Psychologin nicht an.
Dann mordet der Killer von damals wieder und Jared erfährt davon. Bei der Polizei verbietet man ihm auf eigene Faust zu ermitteln, doch er sucht trotzdem und arbeitet dabei mit einem engen Freund bei den Cops zusammen…

David Huey hat im Vergleich zum vorigen Film geringfügig dazu gelernt, die Menge an Anschluss- und sonstigen Regiefehlern ist etwas kleiner, doch das ist kein wirklicher Fortschritt. Noch immer wirkt das Ganze stümperhaft und wurde aus Kostengründen mal wieder in irgendwelchen Hintergründen abgedreht, wobei man „Full Impact“ den Geldmangel an allen Ecken und Enden trotzdem ansieht.
Ein vernünftiges Drehbuch sucht man auch bei „Full Impact“ vergebens, denn Jared hetzt irgendwelchen Hinweisen hinterher, die teilweise nur aus dem Ärmel geschüttelt und konstruiert zu sein scheinen. Die Mörderidentität ist als Überraschung gedacht, doch gerade durch die ungewöhnliche Wahl ist das Verhalten des Killers noch unverständlicher – zumal seine Motive bestenfalls angedeutet werden. Doch bis zu dieser Enthüllung schleppt sich „Full Impact“ mühsam dahin, baut ebenso unnötige wie unerotische Nacktszenen ein (der Killer mordet vornehmlich Nutten) und kann zu keiner Zeit verschleiern, dass das Szenario vom Frauenmörder jagenden Cop bereits in den 80ern ausreichend von Filmen wie „Der Wolf hetzt die Meute“ oder „Der Cop“ durchgekaut wurde.

Im Gegensatz zu „Capital Punishment“ nicht andauernd auf die Moppe, aber doch sehr häufig. Vernünftige Choreographien sucht man aber weitestgehend vergebens, dabei war sogar Gary Daniels selbst dafür verantwortlich, aber an diesem frühen Punkt seiner Karriere damit wohl noch überfordert. Die stümperhafte Regie verstärkt den schlechten Eindruck noch, oft sieht man, dass die Kontrahenten aneinander vorbei schlagen. Dabei haben Daniels und ein paar seiner Gegner (darunter sogar der spätere Stunt Coordinator J.J. Perry) sogar spektakuläre Kampftechniken drauf, doch das sind Perlen vor die Säue.
Darstellerisch kann man auch „Full Impact“ getrost in die Tonne treten, da die Darsteller sich alle grausam schlecht chargieren. Leider auch Gary Daniels selbst, der zudem wohl in keinem anderen Film so scheiße frisiert war wie hier.

„Full Impact“ ist dumm, saubillig gemacht, schlecht inszeniert und auch der Action fehlt fast jede Qualität. Das tun sich nur hartgesottene Gary Daniels Fans (wie ich) an – und dies auch nur einmal.

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