Review

Plötzlich und unerwartet kommt aus Kanda diese Horrorkomödie daher, die ein wahres Feuerwerk herrlichen Retro-Monster-Trashs im Stil der 80er abfeuert. Wer Spaß an handgemachten, schleimigen Latex-Tentakel-Monstern und dem einen oder anderen Liter Kunstblut hat, ist hier goldrichtig. Allerdings bezweifle ich, dass es diesem Film sonderlich gut tat, mit einem "Braindead"-Vergleich beworben zu werden, denn im Vergleich zu Peter Jacksons unbestrittenem Höhepunkt des Splatter-Genres nimmt sich das Drehbuch viel mehr Zeit, um seine Charaktere einzuführen und Spannung aufzubauen. Das Metzelfinale fällt dann auch vergleichsweise kurz und knackig aus, wie überhaupt der ganze Film erfrischend kurzweilig wirkt. Wer also eine Splatterorgie von der ersten Minute an erwartet, muss zwangsläufig enttäuscht werden. Wer sich aber an skurrilen Charakteren wie dem Robert "Freddy Krueger" Englunds als kauzigem Professor erfreuen kann und gerne Zeit bekommt, die Hauptfigur kennenzulernen, um den einen oder anderen gelungenen Gag genießen zu können, der nicht unmittelbar mit Verstümmelungen oder Zerfetzungen zu tun hat oder sich auf albernem "Scary Movie"-Niveau befindet, findet in "Jack Brooks: Monster Slayer" gehobene Unterhaltung des schlechten Geschmacks.

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