Nun sind ja Sequels eines Erfolgstreifens ohnehin ein diskussionswürdiges Thema an sich, aber im Fall von "American Werewolf in Paris" fiel das Urteil von Experten des Genres fast einhellig ziemlich hart aus: Flacher Witz, miese Effekte, bekloppte Story, seichtes Plagiat etc...
Doch ehrlich gesagt und auch nach zweimaligem Ansehen: sooo schlecht war's wirklich nicht. Der Vergleich zu Teil 1 hinkt auch stark, da im Sequel die dynamischen, komödiantischen und vor allem audiovisuellen Aspekte überwiegen. Okay, das Ganze kommt als ziemlicher Genre-Mix daher; dafür aber sind nette Locations, gelungene und missratene Effekte (speziell die Bungee-Sequenzen sehen irgendwie billig aus) zu bestaunen. Hinzu addiert eine Julie Delpy, deren kleine straffe Brüste einen glatten Zusatzpunkt erheischen, sowie - keiner hat's erwähnt - eine durchaus vorhandene Tiefe des Diskurses, da sich die Union der Werwölfe zu Paris als Verein faschistischer "Modernisierer" konventioneller Sozialsysteme entpuppt. Kein schlechter Gag in Zeiten schröder'schem Reformwahn.
Insgesamt durchaus 6/10. Warum auch nicht?