Was in aller Welt ist denn das?! "Five Across the Eyes" schimpft sich dieses Machwerk, das auf der aktuellen Terrorfilmwelle mitzuschwimmen versucht. Die Betonung liegt auf "versucht", denn das Interessanteste am Film ist wahrscheinlich sein Titel. Zwar hab ich nur die gekürzte Fassung sichten können, dennoch lässt sich auch anhand dieser Fassung feststellen, dass Greg Swinsons und Ryan Thiessens "Five Across the Eyes" zu den mit Abstand miesesten Filmen der letzten Jahre gehört.
Wie man aus nichts etwas Sehenswertes schafft, hat das "Blair Witch Project" seinerzeit eindrucksvoll aufgezeigt. Hier gestalten sich nun die Mittel ähnlich spartanisch. Drei Autos, eine Wackelkamera und ein halbes Dutzend untalentierte Darsteller allein auf nächtlicher Flur im Nirgendwo mehr materieller und personeller Aufwand war hier offenbar nicht nötig - und möglich. Entsprechend schrottig sieht das zu keiner Zeit packende Geschehen aus. Spannung: Fehlnanzeige! Ja offenbar war der Kameramann sogar zu faul, überhaupt einmal aus dem Auto zu steigen. Beinahe jede Szene wurde von hier aus gefilmt, unglaublich. Unglaublich öde vor allem, zumal interessante Einstellungen und selbst die sonst obligatorischen Farbfilter fehlen! Effekte gibts entsprechend auch keine zu sehen, erst recht nicht in der gekürzten Fassung (könnte so auch FSK12 sein).
Ständig wird dafür von den durchweg hysterisch rumkreischenden Mädels ins Auto gekotzt, warum auch immer. Und die peinlichen Dialoge lassen auch prompt beim Zuschauer ein flaues Gefühl im Magen aufkommen. Für Aufheiterung sorgt da eigentlich nur die ach so böse ""Killerin"". Ob man bei so viel Unglaubwürdigkeit und schauspielerischem Unvermögen weinen oder lachen soll, das muss jedem selbst überlassen sein. Ich habe mich jedenfalls königlich amüsiert.
Durchweg unlogisch, mies gespielt, noch mieser synchronisiert und unglaublich billig gemacht, "Five Across the Eyes" ist Horrorgülle at ists worst. Die Grundidee des Films ist ja garnicht mal so schlecht und in wenigen Momenten denkt man sich sogar: "Mensch, da hätte man ja was draus machen können!". Leider hat man es nicht auf die Reihe bekommen. Ein filmischer Totalausfall, der nur zu einem Kasten Bier halbwegs erträglich ist. Beware!