Review

die ersten paar Folgen

CALIFORNICATION heißt die neue Serie mit David "Mulder" Duchovny, in der er den einigermaßen kaputten Schriftsteller Hank Moody verkörpert.

Hank raucht, trinkt und fickt viel, hat Charme, Humor und (trotzdem) eine akute Schreibblockade. Auch sind da noch Karen (Natasha McElhone), die Frau, die er nie heiraten konnte und die ihn verlassen hat; die gemeinsame Tochter Becca (Madeleine Martin), um die er sich zu kümmern versucht; sein Agent Charlie (Evan Handler), der bemüht ist, den Künstler aus der Krise zu führen; und jede Menge gutaussehender Frauen, die mit ihm in die Kiste springen. Natürlich ergeben sich schnell ausreichend unterhaltsame Konfliktherde.
So überredet Charlie Hank dazu, wenn ihm schon die Ideen für Romane fehlen, doch wenigstens einen Blog für Hell-A Magazine zu verfassen. Und wenn bloggen nicht schon erniedrigend genug wäre, findet Hank einige Zeit später heraus, dass die Zeitschrift von niemand anderem als Bill (Damian Young), dem neuen Partner seiner Ex, verlegt wird. Während Hank – ohne zu wissen, um wen es sich handelt – eine Nacht mit Mia (Madeline Zima), der Tochter von Bill, verbringt, versucht er gleichzeitig, die Liebe von Karen zurückzugewinnen und eine bevorstehende Hochzeit zu verhindern. Da hilft es nicht unbedingt bekifft, besoffen und nur notdürftig mit einem bekotzten Stück teurer Avantgarde-Malerei bekleidet mit einer (weiteren) nackten Frau im Schlafzimmer eben jener Karen erwischt zu werden.

Es sind keine neuen Konzepte oder abgefahrenen Ideen, die CALIFORNICATION zu bieten hat, aber David Duchovny kann in der Rolle des modernen Henry Miller durchaus überzeugen. Die schmerzvollen Erinnerungen an eine idyllische Vergangenheit mit einer Familie, die er verloren hat, das pathologische Zerstreuen mit Drogen und/oder Frauen wie sein insgesamt charmant-respektloses Verhalten amüsieren. Vorteil von Pay-TV-Sender Showtime ist – wie so oft – die verbale und physische Freizügigkeit, die den Unterhaltungswert natürlich noch steigert. Witzige Wortgefechte und ein einigermaßen ernst-dramatischer Unterton getragen von ordentlichen Schauspielern machen die Serie (bis jetzt) durchaus empfehlenswert.

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