Mike Myers will als Austin Powers mit Unterstützung von Heather Graham den gemeinen Dr. Evil davon abhalten, die Regierung der USA mit einem Laser, der die Erde zerstören kann, zu erpressen.
Die Story ist, wie bei den meisten Parodien aus dutzenden anderen Filmen zusammengeschustert. Tiefe, oder wenigstens ein Ansatz von Logik bleiben dabei leider auf der Strecke. Leider ist die Story wirklich zu doof, um die Vorlage für einen Film zu liefern.
Der Film beginnt bereits sehr schrill und nervig, bereits nach 2 Minuten legt des Film sein niedriges Grund-Niveau fest und spätestens jetzt sollt man besser abschalten. Der Mittelteil hat keine einzige geschickte Wendung, parodiert einige bekannte Filme, wird dabei aufgrund seiner Naivität und seines albernen Humors leider nicht lustig, nicht einmal amüsant. Das Ende ist genauso blöd und liefert auch nur dämlichsten Klamauk.
Vor allem die James-Bond-Filme sollen in diesem Film parodiert werden, doch leider stellt man sich sehr dämlich an, landet aber wenigstens ein paar Treffer unter der Gürtellinie. Stellenweise gibt es ein paar amüsante Gags, wenn man geistig auf Durchzug schaltet, aber leider gibt es nicht einen richtigen Lacher. Bis auf das, beinahe schon legendäre Schattenspiel an der Zeltplane, dass vermutlich jeder schon einmal gesehen hat, gibt es kaum gute Stellen. Auch bei der Parodie der 60er-Jahre stellt man sich recht ungeschickt an.
Die Filmmusik ist dämlich und kann keine Atmosphäre aufbauen, schafft es lediglich, das Grundniveau des Films weiterhin zu senken. Die Kulisse ist liebevoll aber ein wenig zu schrill.
Mike Myers spielt ordentlich, überspannt den Bogen mit seiner übertriebenen Mimik und seinem naiven Humor aber stellenweise. Die, über die meiste Zeit des Films sehr leicht bekleidete Heather Graham ist ebenfalls solide. Auch die Gastauftritte von Will Ferrell, Tim Robbins und Woody Harrelson können den schwachen Film nicht mehr retten.
Ich bin selbst kein großer Fan der Bond-Reihe und finde es prinzipiell gut, wenn andere Regisseure das Feuer auf die Reihe eröffnen, doch diese Parodie ist nicht gelungen, da war "die nackte Kanone" aber deutlich besser.
Zusammenfassend ist "Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung" eine schwache Parodie, die durch Albernheiten und billigen Klamauk ihre Chancen verspielt und durch ihre überdrehte Handlung über weite Strecken langweilt.