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Mit „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ geht die Saga um den Scharfmacher ihrer Majestät in die zweite Runde.
Teil eins endete mit der glücklichen Beziehung zwischen Vanessa Kensington (Liz Hurley) und Austin Powers (Mike Myers), Teil zwei beginnt mit deren Ende. Denn Vanessa stellt sich als Femme Bot heraus, der Austin töten soll, was dieser aber überlebt. Ähnlich wie bei vielen Bonds beginnt auch dieser Austin Powers Film mit einem ersten Einsatz des Helden (wobei man auch schnell das letzte Bond- ähhh Powers-Girls loswird).
Nach der Creditsequenz, in der die Schriftzüge und diverse Gegenstände Austins Genitalien bedecken (ähnlich wie in derartigen Szenen in Teil eins), taucht auch der Superschurke Dr. Evil (Mike Myers) wieder auf – in Jerry Springers Talkshow, um die Probleme mit seinem Sohn Scott (Seth Green) zu klären. Diese Szene ist (vor allem beim ersten Ansehen) ein echter Brüller, wenn Blofeld Kopie Dr. Evil sich mit Nazis und Klu-Klux-Clan Mitgliedern rumärgert.

Doch Dr. Evil schafft es in der Zeit zurückzureisen und stiehlt Austin Powers Mojo, welches Austin seine Agentenfähigkeiten sowie seine Verführungskünste ermöglicht. Austin muss schnell zurück in die 60er (wobei der britische Geheimdienst zufällig auch eine Zeitmaschine besitzt) und Dr. Evil aufhalten...
Erneut ist das Styling bunt (sogar noch greller als in Teil eins, weil Teil zwei in den 60ern spielt) und die Gags abgefahren. Zudem ist die Synchro noch besser als im ersten „Austin Powers“; trotzdem ist die O-Ton Fassung besser, da es doch einige Aussetzer in der deutschen Fassung gibt (warum wurde z.B. aus „I put the grrrrrrrrrrrrr in Swingrrrrrrrrrrrrr“ „Ich bin der Gott der Swinger“?) und man einige Gags einfach nicht übersetzen kann (z.B. der „by reputation“ Gag).
Die Story ist zwar etwas dichter als die vom ersten Teil, aber dennoch ist „Austin Powers 2“ eine Aneinanderreihung von Nummernrevuen. OK, besonders spannend ist das nicht, aber bei einer 90minütigen Anarcho Parodie darf man auch nix anderes erwarten. Zumal man sich nicht langweilt.

Die Comedy bietet noch mehr dumme Sprüche, genial-absurde Einfälle (wie z.B. die Umschreibung des Aussehens der Rakete) und Slapstick (z.B. die Zeltszene). Außerdem werden in „Austin Powers 2“ mehr Filme parodiert als im ersten Teil („Star Wars“, „Apollo 13“, natürlich diverse Bond Abenteuer usw.) Hinzu kommen einige ziemlich abgefahrene Tanz- und Musikszenen.
Mike Myers blödelt auch hier wieder volle Kanne und sehr überzeugend. Über seinen genial-beknackten Austin kann man sich einfach nur schlapp lachen. Als weibliche Verstärkung tritt dieses Mal Heather Graham auf; ebenfalls gut, auch wenn sie nicht an Liz Hurley heranreicht. Von der Unmenge bekannter Schauspieler in Nebenrollen und Cameos mal ganz abgesehen...

„Austin Powers 2“ ist wieder eine geniale Blödelorgie, die den ersten Teil noch toppen kann.

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