"Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung" bietet, wie der Titel schon vermuten lässt, jede Menge des sogenannten "Fäkalhumors". Lachen kann ich darüber nach spätestens 30 Minuten nicht mehr. Ist der Anfang mit Brustwarzen, aus denen geschossen wird, oder der Talkshow-Verarsche noch ganz amüsant, so sinkt das Niveau der Gags doch bedenklich. Ja, eigentlich ist der ganze Humor des Filmes nur auf Fäkal-, Sex- und Ekelgags aufgebaut und das kann es doch wohl nicht sein!?
Dazu die dumme Story, welche mich nun auch nicht vom Hocker gerissen hat. Special Effects oder Sprüche wurden nicht parodiert, sondern einfach eins zu eins kopiert (Beispiele sind unter anderem eine "Independence Day" - Szene oder der "Für mich zum Schotter" - Spruch aus "Jerry Maguire"). Außerdem wurden viele Szenen einfach planlos, bunt wie der Film, aneinander gereiht. Überflüssig auch die kleinen Tanzeinlagen mit Sixties-Flair, die eher an ein Musikvideo erinnern. Bei mir bewirkten sie nur ein müdes Gähnen.
In Sachen Schauspielkunst braucht man hier im vornerein keine hohen Maßstäbe setzen. Austin Powers ist durch Mike Myers schon fast zur Kultfigur geworden und Myers macht seine Sache in der Tripelrolle ja auch gut, aber mit seinem hier zu sehenden Humor schlägt er leider nur eine Bahn ein und beweist keine Vielseitigkeit. Heather Graham präsentiert sich hier mehr von ihrer physischen als von ihrer schauspielerischen Seite. Ganz nett ist der Kurzauftritt von Woody Harrelson gegen Ende.
"Die Getränke sind geschüttelt, die Farben bunt gerührt und das Glied ist geladen" - der Zuschauer sollte sein Gehirn gleich irgendwo abgeben, wenn er diese doch teilweise zu geschmacklose Komödie mit Freude geniesen will.