DIE TOLLEN ABENTEUER DES MONSIEUR L. oder Das Schattendasein in der zweiten Reihe!
Philippe de Broca legte 1964 mit seiner populären Abenteuerkomödie ABENTEUER IN RIO die Messlatte im Genre hoch und katapultierte den jungen Jean-Paul Belmondo in den Star-Himmel Europas.
Knapp ein Jahr später probierte der Regisseur mit „ähnlichen Zutaten“, an sein Erfolgsrezept anzuknüpfen.
Ob der Streifen DIE TOLLEN ABENTEUER DES MONSIEUR L. nun besser, schlechter oder gleich geworden ist, liegt im Auge des Betrachters
Die Szenerie ist bekannt farbenfroh.
Die Augen des Zuschauers bekommen wirklich optische Abwechslung in Massen geboten. Zig Originalschauplätze werden hier angesteuert. „Bondine“ Ursula Andress zeigt naive Erotik und Belmondos langjähriger Schauspieler-Kollege Jean Rochefort ist als ständiger Butler ein fast wandelnder Running Gag.
Die detaillierte und wilde Storyline lässt keinerlei Leerlauf zu.
Für damalige Verhältnisse furiose Stunts werden von klamottenhaften Albernheiten abgelöst. Gerade bei diesen Slapstickszenen (oftmals in Zeitraffer gefilmt) benötigt man eine sehr zuverlässige rosa Nostalgiebrille, um dies auch heute noch unterhaltsam zu finden. Hat man sich an den erfrischend und einfach nicht ernst zu nehmenden Stil der Komödie gewöhnt, kann man auch im Jahr 2015 noch Freude an dem Film haben.
Unterm Strich kann ich DIE TOLLEN ABENTEUER DES MONSIEUR L. jedem Belmondo-Komödie-Fan empfehlen, die auch schon ABENTEUR IN RIO gut fanden.
Deshalb eine sehr gute Bewertung von mir, obwohl mir das Rio-Abenteuer besser gefällt (und es ein Film meiner Kindheit ist).