Es erinnert schon ein wenig an diesen angestaubten Gag, bei dem ein Typ eine Videokassette auf dem Asphalt inmitten einer Großstadt kreisen lässt und den Passanten entgegen ruft: „Gehen sie bitte weiter, hier wird ein Film gedreht!“.
Viel Einfallsreichtum hätte man dem Werk von Mastermind Michel Gondry zugetraut, doch die Kreativität einiger charmanter Ideen bleibt im Verlauf ziemlich auf der Strecke und widmet sich zunehmend einer nostalgischen Note, die nicht so recht zum komödiantischen Einstieg passen will.
Hohe Erwartungen werden da geweckt, wenn man über den Inhalt so viel erfährt wie: Ein Typ (Jack Black) wird beim Sabotageakt in einem Kraftwerk magnetisiert und löscht aus Versehen in der benachbarten Videothek seines Freundes (Mos Def) alle Videobänder. Kurzerhand stellen die zwei die markantesten Szenen aus Klassikern wie „Ghostbusters“, „Robocop“ oder „King Kong“ nach, was sich schon bald hohem Zuspruch der Kunden erfreut…
…aber eben nicht des Zuschauers, der eben jene Nachstellszenen im Vordergrund gesehen hätte. Die Szenen, in denen Vorbilder „geschwedet“ werden, machen noch am meisten Laune, etwa als Ray Parkers „Ghostbusters“ erklingt, eine geschickt editierte Montage diverser Drehs präsentiert wird oder herrlich offensichtliche Regiefehler im Vordergrund stehen.
Doch über all dem steht eine eher melancholische Note, geprägt von der im Kern lobenswerten Idee, sich auf die Wurzeln des Kinos zu besinnen, der eigenen Kreativität und nachbarschaftlichem Zusammenhalt. Sympathisch ist das schon, nur eben kein bisschen witzig.
Am Ende dreht eine Vorstadt am Rande New Yorks einen eigenen Streifen über den Jazz-Pianisten Fats Waller, - auch hier sind am Rande ein paar kuriose Einfälle, wie eine große Pizza, die als Resultat eines Kopfschusses herhalten muss zu registrieren, doch die Grundstimmung wird zu versöhnlich, fast ein wenig kitschig.
Das ist insofern besonders beklagenswert, wenn man die vielen netten Einfälle der beiden Chaoten zuvor genossen hat und im letzten Drittel nichts weiter als eine austauschbare Schmonzette geliefert bekommt, der es im Endeffekt an einer Pointe mangelt, außer der, dass nachfolgend Tausende Amateurfilmer ihre eigenen Clips fabrizierten.
Vielleicht ist es ein ohnehin ungünstiger Umstand, wenn einem Jack Black mit seinem Overacting, der für die Kalauer herhalten muss, bereits nach einer Weile reichlich auf den Senkel geht und man stattdessen von einem charismatischen Danny Glover, der für die nostalgische Note zuständig ist, gerne mehr gesehen hätte.
So werden Erwartungen enttäuscht, wenn man als Zuschauer auf eine hohe Gagdichte mit skurrilen Nachdrehs und trashigen Momenten aus ist und höchstens dann erfreut, wenn man das Kino und die Kreativität als solche feiern möchte, - erzählerisch hätte man das jedoch weitaus kreativer gestalten können.
4,5 von 10