Review

Auf dem Cover steht: „Oscar - Regisseur Michel Gondry verhilft Jack Black zur witzigsten Rolle seines Lebens".

...das dürfte nur jemand geschrieben haben, der den Film gar nicht gesehen hat oder Jack Black hier zum ersten Mal sieht...
Reingezogen habe ich mir den Film, da der Trailer wie eine Hommage an alte Filmklassiker der 80er und 90er wirkte. Dazu noch, das der Hauptdarsteller Jack Black ist! Er hat ja nu wirklich in vielen Filmen (u.a. in Der Schakal mit Bruce Willis) sehr auffällige und interessante Rollen klasse gespielt. Bis dato sind seine besten Rollen in School of Rock und King of Rock. Auch in King Kong spielte er eine Hauptfigur sehr eigenwillig, aber saugut.
Aber was er sich mit diesem Film geleistet hat, könnte seiner Karriere erheblichen Schaden zugefügt haben.

Gehofft habe ich auf einen Hommagefilm an alte Filmklassiker, indem das private „nachdrehen" von berühmten Filmen der Hauptbestandteil des Filmes beinhaltet. Leider wurde da ein anderer Bestandteil, nämlich die Lebensgeschichte eines Musikers, welcher in dem Viertel großgeworden war, gleich wenn nicht gar höher gesetzt. Dieses geschah unter anderem auch dadurch, indem „Einblendungen" von einem s/w Streifen (natürlich wieder gespielt von Jack Black und Mos Def) des öfteren im Film eingeblendet wurden, wodurch der Zuschauer ein wenig verwirrt war und er sich fragte wie, wann und weshalb „drehen" die denn diese Szenen und warum wird das jetzt eingeblendet.
Dies erfährt man aber erst am Schluss, der garnicht so schlecht wie der gesamte Film ist, da er eine schöne, wenn auch eine sehr sentimentaltriefende, Aussage beinhaltet: Nämlich das man sich in „seinem" Viertel auch wohl und dazugehörig fühlen kann.

Schlimm finde ich, das ich in dem gesamten Film noch nicht einmal grinsen, geschweige lachen konnte.
Na gut, in der Szene in dem eine „Gang" einen Film ausleihen wollte und als diese sich nicht einig wurden, Mos Def die vorgeschlagenen Filme in eine Tüte wirft, aus der die anwesende Dame (gespielt von der schauspielerisch positiv auffallenden Melonie Diaz) die 2 Filme herausfischt, welche angeschaut werden sollen. Als dann „König der Löwen" gezogen wurde und sich die „Gang" fragte wer von ihnen wohl „König der Löwen" dabei getan hat...und die Blicke dann an dem größten und schwersten von ihnen (ein Schwarzer ähnlich wie Michael Clarke Duncan oder Mr. T) hängenblieben...ja, da konnte ich grinsen...
...aber das war es dann auch schon an „Lachflashs" in diesem Film..

Denn ansonsten sind die Pointen sehr tief gelegen. Z. Bsp. Abkotzen direkt vor dem Laden oder das beide Hauptdarsteller in den ersten paar Minuten des Filmes, wegen „Gehirnscanninggefahr" mit Aluhütchen durch die Pappkulissen laufen und dieses „Thema" auch noch Minutenlang breitgetreten wird. Dazu waren die Jokes vorhersehbar, total langweilig und öde...
Genervt hat auch, das zwischen den Hauptdarstellern nicht lustig „diskutiert" wurde, sondern es bei Bierernster Streiterei blieb. Jack Blacks ansonsten witzige Dialoge fielen total aus dem Rahmen, da sie absolut witzlos platt waren und meistens fehl am Platze vorgetragen wurden.
Überhaupt waren die Dialoge stellenweise sowas von grottenschlecht sowie unnötig und daher echt Mülltonnenreif...
Und die 2 einzigen Szenen welche hätten gut werden können, nämlich die Nachdrehszenen von „Ghostbusters und Robocop (hätten übrigens auch viel mehr andere Klassiker sein müssen!!!)...wurden nicht nur total vergeigt, sondern gingen wegen dieser bescheuerten Musikergeschichte fast unter und warum trägt Jack Black in dem gesamten Film, so eine große total beschissene „Ende 70er / Anfang 80er Brille"?

Fazit: Film hat eine supergeile gute Grundidee, wurde aber wegen schlechten Regisseur und Schauspielern zerrissen...daher nur eine 4 / 10

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