“Fist” Sullivan arbeitet als Geldeintreiber und Schaukämpfer für die Familie von Mafiaboss Dino Diamond. Der hat soeben mit der Malucci-Familie einen trügerischen Friedenspakt geschlossen, um deren Anführer Victor Malucci in Sicherheit zu wiegen. Als sich die Gelegenheit bietet, ihn auszuschalten, schlägt Diamond eiskalt zu und schiebt den Mord Sullivan in die Schuhe.
Fist of Honor ist noch eines der früheren Werke von PM Entertainment und trägt auch noch nicht so den Stempel der gewohnten B-Action aus diesem Hause. Lustigerweise ist auf der Doppel DVD von Boulevard (zusammen mit Ultimate Ninja) dieser zwar ungekürzt, aber mit "Fist of Honour" niedlich falsch geschrieben, aber man erkennt schon hier das der Film nicht gerade ein Prestigeobjekt des Publishers war.
Wenig überraschend wurde Fist of Honor nicht für den Drehbuch Oscar vorgeschlagen. Die Story vom harten Schuldeneintreiber und Betriebsschläger mit dem guten Herzen, dem der Mord am rivalisierenden Mafiaboss untergeschoben bekommt ist nicht wirklich originell. Ebenso wenig der Rachefeldzug nach der brutalen Ermordung seiner Freundin, der dann letztendlich aber auch nur die Ringglocke für den Showdown darstellt.
Die Handlung bietet dabei aber leider mehr Schatten als Licht. Positiv fällt auf das es jede Menge Kämpfe gibt, es vergehen kaum fünf Minuten ohne das sich zwei Kleiderschränke die Kauleiste polieren, da kommt selten Langeweile auf. Auch die Figur des Helden ist recht sympathisch designed, auch wenn Sam Jones nicht der größte Schauspieler ist und das Charisma eines Feuerhydranten verbreitet.
Negativ fällt da leider die Kampfchoreographie auf. Leider hat Kamerad Jones außer wilder Prügelei nix drauf, die Fights sind zwar hart (auch wenn keine Knochen brechen), dreckig und brutal, aber leider auch genauso repetitiv. Gute Moves werden nur von einigen Gegnern gezeigt, während Jones den Preisboxer gibt und ohne jede Technik drauflosbolzt. Auch die Explosionen langweilen auf Dauer, denn es werden jeweils drei arme alte Autos auf freiem Feld in die Luft gejagt, nicht gerade die pure Abwechslung am Stiel, aber das haben die PM Jungs ja im Laufe der Jahre noch deutlich verbessert.
Fist of Honor ist so die typische Haudrauf und denk nicht nach Action. Schade das man keinen Martial Arts kundigen Protagonisten aufgetrieben hat, denn hier liegt doch einiges im Argen, nach dem dritten beinahe identischen Kampf geht die Gähnerei los. Auch die raren Shootouts wirken etwas unkoordiniert. Im Genre des Prügelfilms gibts jedenfalls bessere Vertreter.
4/10