In den Wäldern von Kentucky. Die Familie Hackford ist durch jahrzehntelange Inzucht mittlerweile nicht mehr in der Lage, ein normales Leben zu führen. Um ihre Blutlinie zu reinigen, machen sie sich auf die Suche nach einer jungen Frau, die fortan frische Babys in die Welt setzen soll. Ein grauenhafter Plan reift in Billy Bob Hackfords degeneriertem Hirn: Hübsche und gebärfreudige Frauen sollen gegeneinanderkämpfen und die Stärkste von ihnen soll dem Clan zu neuem Glanz verhelfen. Amber Strickland ist eine der Entführten, doch sie lässt sich nicht in die Opferrolle drängen...
Und wieder einmal ein Film, in dessen Mittelpunkt irgendwelche durchgeknallte Inzucht-Rednecks stehen. Das hört sich nicht gerade innovativ an und ist es auch nicht. Und dennoch ist dieser Film durchaus interessant und auch spannend in Szene gesetzt worden, so das dem Zuschauer hier kurzweilige und gute Backwood-Unterhaltung geboten wird. Zwar sind auch hier einige Logiklöcher vorhanden, doch das kennt man ja mittlerweile aus fast allen Vertretern dieser Art, so das es eigentlich nicht besonders ins Gewicht fällt und man großzügig darüber hinwegsehen kann.
"Fight to the Death" erreicht zwar meiner Meinung nach nicht die Klasse eines "Wrong Turn" oder gar "The Hills have Eyes", doch ist hier eine ganze Menge vorhanden, was diesen Film absolut sehenswert macht. Da wäre zum Beispiel der ominöse Inzucht-Clan, dessen Mitglieder teilweise mit wirklich erstklassigen Masken ausgestattet sind, die übelste Entstellungen zeigen, was die Inzucht-Thematik noch glaubwürdiger erscheinen lässt. Doch auch der Clan-Chef, der übrigens ganz normal aussieht, verleiht seinem Charakter sehr viel Ausdrucksstärke und Autenzithät. Die gesamte Sippe wirkt absolut glaubhaft, was die Thematik für den Betrachter umso intensiver erscheinen lässt.
Was hier aber besonders gut zu gefallen weiss, ist die Tatsache, das hier eine der gefangenen Frauen sich nicht in das scheinbar unvermeidliche Schicksal ergibt, sondern erstklassige Kämpfer-Qualitäten an den Tag legt. Sie versucht zu fliehen und selbst, als das Unterfangen scheitert, gibt sie nicht auf. Dabei erhält sie dann noch zusätzlich Unterstützung von ihren beiden Brüdern, die sich auf die Suche nach ihr begeben haben. So kommt es, wie es kommen muss und die Stricklands müssen es gegen eine zahlenmässig starke Überlegenheit des Hackford-Clans aufnehmen und eine mörderische Jagd beginnt.
Die gesamte Story wird sehr flüssig erzählt und beinhaltet einen durchaus konstant hohen Spannungsbogen. Auch die vorhandene Stimmung kann sich sehen lassen, sie ist sehr dicht und bedrohlich, ist dabei aber keineswegs herausragend, sondern vielmehr als äusserst solide zu bezeichnen. "Fight to the Death" bietet insgesamt gesehen sehr solide Backwood-Kost, die zwar kein Meilenstein des Genres darstellt, aber jederzeit spannend und kurzweilig zu unterhalten weiss. Es gibt auch einige härtere Szenen zu sehen, ohne das jedoch übertriebene Härte vorherrschen würde. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Fans des soliden Backwood-Horrors.
6,5/10