Review

Remakes sind ja immer eine Sache für sich...
Manches mal gelingt es ("Die Glorreichen Sieben"), ein anderes mal eben nicht, wie zum Beispiel bei "Freeze - Albtraum Nachtwache".
Ole Bornedal liefert mit diesem Remake  zu seinem Original "Nightwatch" eine fast 1:1 Kopie. An vielen Stellen erkennt man nur an den Schauspielern den Unterschied zu seinem Erstwerk.

Story:
Kurz und knapp: Ein Jurastudent bekommt (wer hätte es gedacht) die Nachtschicht in einer Leichenhalle aufgehalst, in der die Opfer eines Serienkillers liegen.
Als dieser erneut zuschlägt geschehen unerklärliche Dinge, wie zum Beispiel das Verschwinden der Leichen an Martins (Ewan McGregor) Arbeitplatz.

Athmosphäre:
Anfangs kann Bornedal noch Spannung aufbauen und den Zuschauer fesseln, leider verfällt diese Spannung nach den ersten 30 Minuten komplett und der Zuschauer langweilt sich und kann schon (auch ohne das Original je gesehen zu haben) früh vorraussagen was im restlichen Streifen geschehen wird.

Schauspieler:
Keiner der Darsteller kann in seiner Rolle komplett überzeugen. McGregor kommt nicht annähernd als Jurastudent rüber. Arquette ist meiner Meinung nach auch auf Grund ihres Alters eine Fehlbesetzung und kann daher ihre Rolle als Martins Freundin nicht überzeugend darbieten.
Nick Nolte, kann als Ermittler, neben Brad Dourif, dem Arzt noch die beste Leistung, bringen.

Musik:
Wenn man auf musikalische Untermalung und herrliche Soundeffekte wartet wird man in "Freeze - Albtraum Nachtwache" enttäuscht. Im Gegensatz zum Original lässt Bornedal die
Option Spannungsaufbau durch Soundeffekte oder bedrohlicher Musik weitestgehend wegfallen.

Fazit:
Im Großen und Ganzen hat sich Ole Bornedal mit diesem Remake ein Eigentor geschossen. Völlig lieblos in die Welt gesetzt kann "Freeze - Albtraum Nachtwache" kaum überzeugen.
Man erkennt schon ziemlich stark um was es ihm dabei ging - Geld!
Naja, mit gutem Willen und recht akzeptablem Anfang verdient er noch 3/10.

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