Zombie Diaries ist ein weiter Independant Film Englands zum Untotengenre. Aufgeteilt in drei separaten Episoden, wird die Zombifizierung Britanniens vom Ausbruch der Seuche bis hin zum Kampf der letzten Häuflein Überlebender gezeigt. Neben dem Stilmittel die Handlung in drei Teile mit jeweils anderen Protagonisten aufzuteilen, bedient sich der Film des von mir eigentlich verhaßten aufnehmens mit der Handkamera, wer also anfällig für Seekrankheit ist und der schon bei Rec, Cloverfield und St.Francisville Experiment Kopfschmerzen bekam sollte diesen Film meiden. Von den drei Episoden kommt die erste noch am besten weg, da die Umwandlung einer möglichen Bedrohung in eine reale recht gut dargestellt wurde, leider wird man dann aus der Handlung komplett rausgerissen da die Episode abrupt endet und erst zum Ende kurz fortgesetzt wird, was einem als Zuschauer schwer macht sich mit den handelnden Personen zu identifizieren, da einem dauernd andere Nasen vorgesetzt werden. Das Budget des Films war ebenfalls überschaubar, die meisten Szenen spielen im Wald und auf der Wiese, kostenintensive Einstellungen wie beim Unfall mit dem Auto und der Einbruch auf der Farm werden kameratechnisch einfach ausgeblendet. Die Schauspieler dürften ebenfalls nicht die Creme de la Creme der britischen Darstellerriege repräsentieren agieren aber auf erträglichem Niveau. Allzu blutig wirds auch nicht , meist wird sich auf Kopfschüsse beschränkt, die dafür aber solide gemacht wurden. Die Zombies selber sind noch von der alten Romero-Schule und sind hier besonders langsam, so daß von ihnen keine rechte Bedrohung ausgeht. Wenn ein Untoter 100 Meter vor einem auftaucht, kann man noch genüßlich eine Zigarette rauchen, ein Eis essen oder ne Pinkelpause machen bevor die überhaupt ein viertel der Strecke näher gekommen sind. Auffällig auch das nur zwei der Lebenden überhaupt von den infizierten getötet werden, während der Rest des Human Body Counts sich untereinander selber abmurkst, entweder ist das Thema verfehlt oder der Regisseur wollte die Message loswerden das das übelste Raubtier letztendlich immer noch der Mensch selber ist.
The Zombie Diaries ist ein leidlich interessanter Vertreter des Genres, der Aufbau ist nicht uninteressant, macht jedoch zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Mit mehr Kohle im Beutel wär sicher ein prima Film draus geworden, in der Form kann der Streifen jedoch nicht am Thron der 28 Reihe kratzen.
3,5/10