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It's Rip-Off-Time again: Wieder mal werden für eine schmalbrüstige Videopremiere diverse Action- und SF-Klassiker verwurstet, die zusammen zwar keinen guten, aber dafür einen vorhersagbaren Routine-Dschungler ergeben.

Da haben ein paar Autoren also einen durchgeknallten Genetiker in die Wüste, bzw. in den Urwald geschickt, um sich eine neue Tierart aus den Rippen zu klonen. Daß für diesen Augenrollpart Jürgen Prochnow engagiert wurde, läßt schon Böses ahnen, doch dann treten auch noch Modell-Exot Mark Dacascos und ein Blondinchen als CIA-Verschnitt gegen ihn an. Die schunkeln erst mal durch den Amanzonas und Markie darf einer Anaconda mal seine Machete zeigen. Währenddessen bekommen die Wissenschaftler schon böse was auf die Ohren, denn ihr Klon-Wesen ist gar unbesiegbar. Darüber hinaus sieht es aus wie die Quersumme aus T-Rex, Alien und Predator und ist mal extrem langsam und mal pc-generiert superschnell.

Was dann noch folgt, kann sich jeder denken: unsere Helden kommen an, das Monster droht seinen Zaun zu überwinden, jede Menge Rennerei durch düstere Tunnel (Mann, haben diese Urwaldlabors Mörderkanalisation...), Prochnow knallt völlig weg und die Station uns schließlich um die Ohren.
Anschließend Hetzjagd durchs Gehölz, erst gegen Söldner und dann macht Dacascos die Arnie-Nummer und marschiert in the wood, um den sich auch noch unsichtbar machenden (!!!) Genekiller zu bezwingen.

Kennzeichen dieser Routineproduktion sind neben seiner langatmigen Berechenbarkeit zeitweise furchtbar schlechte Tricks, wenn es um Explosionen geht. Die Stationsfeuerbälle sind schon erbärmlich, der Hubschrauberabsturz läßt jeden F/X-Freund jedoch quietschend um die Ecke rollen. Auch der finale Zweikampf hat das Handicap, mal einen schnellen und mal einen langsamen "Predator" zu sehen, je nachdem wie schnell Dacascos beim Drehen war.

Ich hoffe für Prochnow, daß er wirklich in dem Fieberrausch war, nach dem er aussieht, denn seine Handlungsweise und Argumentationen sind totaler Blödsinn. Man kann aber nett puzzeln, aus welchem Film die Autoren die entsprechenden Ideen und Szenen geklaut haben. Mir fallen da noch auf Anhieb "Crocodile Dundee", "T2", "Temple of Doom" und "Anaconda" ein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Fazit: es gab zwar schon größeren Schrott, aber darum gibt's hier noch lange nichts zu genießen. (3/10)

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