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Die Welt in naher Zukunft: Aufstände, hohe Kriminalität, Chaos. Der totalitäre Staatsapparat hat zur Abhilfe nebst strenger Überwachung eine neue Form der Strafe entwickelt: Die Gefängniswelt Vortex.
Vincent, der in Notwehr einen Dieb erschießt kommt auch unschuldig hinein. In dieser unterirdischen Stadt bekommt jeder regelmäßig Aufträge, die seinen begangenen Verbrechen entsprechen, und muss sie erfüllen, um zu überleben. Auch Vincent muss nach kurzer Einführung in die Regeln sein erstes Opfer umbringen. Doch das Gewissen plagt ihn und er weiß nicht, was er tun soll...

Dieser Abschlussfilm von Michael Pohl überrascht durch wirklich gelungene Effekte und ein konsequent durchgezogenes Gesamtkonzept, was die düstere Zukunftsstimmung schön in Szene setzt. Das ganze ist zwar nicht äußerst originell, und zudem noch recht kurz (45 Minuten), aber die Story hat einige interessante Schlüsselsituationen und unerwartete Wendungen, ohne dass das aufgesetzt wirkt. Im Gegenteil: Der Plot baut sich rund um die Frage auf, wann und ob wirklich jeder Mensch fähig und bereit ist, zu töten, sodass der Film irgendwo auch einen Sinn hat, und nicht einfach nur eine hohle Fassadenstory bietet, die lediglich von Effekten lebt. Und die Effekte und Atmosphäre sind, wie oben erwähnt, auch sehr gut gemacht.

Sicherlich merkt man den Mitwirkenden noch ein wenig die mangelnde Erfahrung an, aber das ist ja auch ganz natürlich und führt hier nicht zu Unprofessionalität. Insofern muss ich sagen, dass der Film wirklich tolle Unterhaltung aus Deutschland ist, und weil ich meine, dass man solch junge aufstrebende Talente aus eigenem Lande fördern sollte, empfehle ich auch die nicht so teure aber gut aufgemachte DVD von "Vortex" mit dem netten Kurzfilm "Ausgestorben".
Gut geklaut und originell verfeinert. 9/10.

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