Review


Inhalt:

Irgendwo in China, in einer früheren Epoche. Der "Cold water Tiger" und seine Gang um die Thiefs 2, 3 und 4, landen mal wieder einen Coup!
Sie entwenden dem Escort-Service des Prinzen Cheng von ChenWang einen sehr wertvollen Schatz: Die 5 "Night shining pearls"!
Der Chef des Service wird dabei brutal getötet.

Dieser Mann ist der Bruder des Lehrers einer sehr begabten und cleveren KungFu-Kämpferin... Tang Lin (Chia Ling). Sie will diesen Tod rächen..., und zudem die "Night shining pearls" finden.
Sie hat also ein persönliches Interesse..., doch sind auch 2 Kämpfer ganz offiziell hinter der Bande hinterher:
Zum einen der Bodyguard des Prinzen... Hung Yi (Wang Kuan-Hsiung), der nie ein Wort spricht, sondern beschriftete Stoff-Bänder für sich "sprechen" lässt..., und der weibliche Constable von TaTung, die Amazone Tien Ying Hung (Angela Mao).
Im Dunstkreis dieser 3 und ihrer Fahndung bewegt sich ein umher vagabundierender Bettler (Chang Yi) und ein etwas dusseliger Sargschreiner (Hon Siu).

Eine erste Spur führt zum "4th Thief" (Yu Chung-Chiu)..., dieser wird alsbald von Tang Lin gefangen gesetzt..., bevor er plötzlich stirbt, verrät er noch wo die Thiefs 2 und 3 sind.
Die 3, die nach den Verbrechern fahnden... Tang Lin, Hung Yi und Tien Ying Hung sind sich nicht immer grün, agieren nicht immer gemeinsam und das macht die Sache nicht leichter. 

Nachdem die Thiefs 2 und 3 eliminiert wurden..., und ebenfalls plötzlich und mysteriös sterben, obgleich in der Hand der 3 Ermittler...., kommt es zum Show-Down gegen den "Cold water Tiger"..., und dessen Identität birgt eine große Überraschung für die 3........


Fazit:

Im Jahre 1978 drehte Regisseur Cheung San-Yee für das kleine Label "Wah Kuk" diese etwas skurrile, mitunter wohl eher unfreiwillig komische Eastern-Komödie mit illustrem Cast und so dünner wie teils konfuser Storyline. Das ganze vermag denn noch auf kleinem Niveau zu unterhalten..., es ist einer jener Streifen, wo es irgendwie noch Spaß macht, einem etwas bizarren Treiben zuzusehen, und die KungFu-Action einer Angela Mao das ganze noch einigermaßen rettet.

Das ganze soll durch einige Running Gags lustig rüberkommen, durch einige skurrile Tricks und Fliegereien witzig sein..., das ist denn wohl Geschmackssache..., ich fand das etwas zu dünn und billig.
Ansichtssache...., ich mag keine übertriebenen Fliegereien und Tricks, bei denen mir zu viele physikalische Gesetze gebrochen werden. Chang Yi wirft einen Kampf-Schirm auf Angela Mao und Chia Ling..., der rotiert..., Angela springt auf den Schirm, rotiert mit und dreht sich dabei um die eigene Achse um von dort aus einen Sprung-Tritt anzusetzen...., na ja, also ich weiß nicht.
Einige andere Tricks sind auch ziemlich irreal..., und der gute Wang Kuan-Hsiung spricht nicht, dafür entrollt er eine beschriftete Leinwand nach der nächsten..., luschtig oder was...? Na ja.
Als Runing Gag soll hier folgendes dienen, was den Streifen wie ein roter Faden durchläuft: Ein Villain wird von jeweils einem anderen des Trios gefangen gehalten -nachdem der Villain in einem Sarg verschleppt wurde-, Folter angedroht um Infos zu erlangen..., die beiden anderen des Trios stoßen hinzu und in einem unbemerkten Moment wird der Villain plötzlich unbesehen getötet. Na ja..., etwas mysteriös..., doch leiert das im Laufe des Streifens etwas aus, ich weiß nicht.
Dann haben noch einige Kämpfer in Blech-Rüstungen ihren Auftritt...., das erinnerte mehr an die Blechdosen-Kompanie der Augsburger Puppenkiste..., na ja, lassen wir das.

Als Eastern-Komödie fällt denn "The lady constables" bei mir durch. Gibt es denn wenigstens Lichtblicke...? Ja..., und da muss ich ganz klar hier Angela Mao benennen, die das ganze mit ihrer Ausstrahlung und vor allem ihrem formidablen KungFu rettet. Wenn man mal die Tricks weglässt und auch die ersten Kämpfe, die nun nicht gerade dolle sind..., so sind denn die Fights mit Angela, die ihre ganze Technik hier ausspielt, DAS Highlight und überhaupt das einzige Highlight dieses Streifens.
Tja..., Angela, wuchtige und agile Aktionen..., rasantes, technisch feines KungFu, wie es die Eastern-Fans von ihr kennen. Die Fans des Genres nennen Angela auch "Lady Kung Fu", hier -in einem ihrer schwächeren Streifen- weiß man, wieso die Fans sie so nennen.
Klasse Kicks..., inclusive. Angela Mao rettet den Film!

Da hat man schon mal Angela Mao und Chia Ling in einem Film, und die Regie macht daraus leider ziemlich wenig. Chia Ling bleibt unter ihren Möglichkeiten, wird aber von der Regie auch zu wenig gefordert. Ein paar nette Szenen und Kämpfe..., sie wirkt clever und ausgebufft, doch sie kann mehr.
Zu den Damen gesellt sich noch Wang Kuan-Hsiung, der den deutschen Eastern-Fans wohl am ehesten aus dem Streifen "Der Todeshammer des Shaolin" bekannt ist. Als stummer Lumpen-Entroller muss er für fade Gags sorgen..., und immerhin für die eine oder andere agile KungFu-Aktion, fertig.

Villain-Legende Chang Yi kommt über eine kurze Rolle, einen etwas blassen Auftritt nicht hinaus, leider.
Der Rest des Ensembles agiert soweit solide..., und Hon Siu hat als trotteliger Sargschreiner einen undankbaren Part zu absolvieren.

Die Fights sind dafür ganz in Ordnung...., wenn sie nicht durch die oben angesprochenen Tricks verschandelt werden..., immerhin rasant und agil mit teils brachialem Dubbing geht es zur Sache, und wie erwähnt kann Angela Mao hier am besten abschneiden. Man sollte sich den Film wegen Angela Mao angucken. Die attraktive Actrice war zum Zeitpunkt des Drehs bereits über ihren Zenit, der ganz klar bei ihrer Zeit bei Golden Harvest anzusiedeln ist, hinaus..., war hier bereits seit 4 Jahren verheiratet, seit 2 Jahren Mutter einer Tochter..., und 4 Jahre vor ihrer Demission als Schauspielerin, um sich ihrer Familie widmen zu können. Vielleicht ganz gut so..., bevor sie hätte endgültig verheizt werden können.

Die reinen KungFu-Aktionen..., sie sind noch das beste an diesem nicht ganz geglückten Eastern. Da bin ich vielleicht auch als einer der Hunderte Streifen dieses Genres sah etwas zu verwöhnt, mag sein.
Für Angela Mao..., und dafür,dass es noch irgendwie Spaß macht, diesem Treiben zuzusehen, gibt es denn von mir noch 5/10 Punkte. Da gab es immerhin noch viel schlechtere Eastern die ich gesehen habe.


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