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Karim Hussain fühlte sich genervt von den grossen Kinoblockbustern. Er wollte einen Film machen, der nicht bombastisch, gigantisch, sauber und kinofreundlich ist. So schuf er "Subconscious Cruelty". Ein Film der wahrhaftig die Grenzen des Kinos überschreitet und einfach völlig anders ist.

In drei von einander unabhängigen Episoden zeigt Hussain drei verschiedene Geschichten, dessen Sinn mir aber irgendwie verborgen blieb. So zeigt die erste Episode einen verwahrlosten Mann, der seine Schwester stets beim Sexualakt beobachtet, dabei masturbiert und sehnlichst auf einen bestimmten Tag wartet. In der zweiten Episode werden Menschen gezeigt, die ein gestörtes Verhältnis zur Mutter Natur haben. Und in der letzten Episode wird man Beobachter eines grauenhaften Albtraumes.
In diesen drei Episoden sieht man Dinge, die man bisher noch nie in irgendwelchen Filmen so bestialisch und so grauenvoll gesehen hat. So wird man Zeuge einer Geburt, die nicht erschreckender sein kann oder brutalsten Folter- und Vergewaltigungsszenen. Wahrhaftig grenzüberschreitend. Doch trotz all diesen Szenen wirkt das Ganze überraschenderweise nie selbstzweckhaft und verherrlichend.

Die Machart des Filmes ist für einen Underground-Film grandios. Die Musik ist traumhaft und unterstreicht jede Szene perfekt. Es wird viel mit origineller Beleuchtung und Farbfiltern gearbeitet, was das Bild sehr surreal wirken lässt. Zu guter Letzt wären da ja noch die Effekte: Die sind einfach perfekt.

Wenn Karim Hussain einfach nur Grenzen überschreiten wollte, dann hat er das definitiv geschafft. Doch auch wenn der Film mit Sicherheit mehr als nur Grenzüberschreitung und Anti-Hollywood-Kino ist, blieb mir dieser Sinn leider irgendwie verborgen.

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