Review

Man könnte meinen, dass Karim Hussain einen blutigen Krieg gegen den Mainstream führt. Sein geniales Werk „Subconscious Cruelty“ bietet nämlich einen pervers tiefen Blick in die Abgründe der menschlichen Natur, bietet zudem aber eine bildgewaltige Optik und einen guten Soundtrack. Blutig ist auch das treffende Wort, wenn man diesen Film umfassend beschreiben will. „Subconscious Cruelty“ ist im wesentlichen in drei unzusammenhängende Teile aufgeteilt. Der erste und längste Teil des Filmes behandelt eine inzestuöse Beziehung zweier Geschwister. Diese Beziehung läuft nicht auf körperlicher, sondern auf mentaler Ebene ab, abgesehen vom Episodenende. Dort wird der Geburtsakt der Schwester durch die Tötung ihres Säuglings „verspottet“. Im zweiten und unfreiwillig komischsten Teil des Films, wobei man bei diesem Film nur bedingt von Komik sprechen kann, geht es um Dendrophile (ja, so etwas gibt’s). Diese leben in so festem Einklang mit der Natur, dass sie sich sogar sexuell zur Natur hingezogen fühlen. Kling zwar etwas komisch, aber seht es euch an, dann wisst ihr, wovon ich spreche. Hier fließt, wie in jeder Episode, auch Blut. Zum dritten Teil will ich nur verraten, dass er sehr viele negative dogmatische Bilder enthält, also nichts für zarte Gemüter. „Subconscious Cruelty“ wird sehr oft mit „Mutilation Man“ verglichen, wobei ich persönlich sagen muss, dass „Subconscious Cruelty“ so ist, wie der „Mutilation Man“ es gerne wäre. „Subconscious Cruelty“ bietet einfach mehr Schocker, mehr Ekel, mehr geistigen Terror und eine allzu brilliante Optik. Fazit: Wer mal etwas neues sehen will, wie etwa einen 80 minütigen und schockierenden Fieberwahn, der sollte sich diesen Film anschauen. Nur zu empfehlen.

Details
Ähnliche Filme