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Subconscious Cruelty, die Grausamkeit im Unterbewusstsein.

Die Handlung des Films ist so schwer zu beschreiben, wie sein Titel auszusprechen. Zu Beginn sehen wir ein Gehirn, es wird sowohl grün als auch rot beleuchtet. Danach bekommen wir einige Textzeilen zusehen, welche uns erklären, dass die rechte Gehirnhälfte für die Emotionen und die linke für das logische Denken zuständig ist. Doch ein Leben ohne Logik, wäre ein viel besseres als mit, daher kann das Ziel nur lauten: Zerstöre die linke Gehirnhälfte. Danach bekommen wir eine sehr makabere und zugleich die beste Episode zu Gesicht. Ein Mann, der sich nichts mehr wünscht, als mit seiner Schwester zu schlafen, jedoch ist er auch von ihr angeekelt, da sie schwanger ist.
Das zweite Segment bietet keine Story und ist eher ein visuelles Highlight. Abschließend, sehen wir einen Mann, der einige Halluzinationen hat.

Die Geschichte von Subconscious Cruelty zu beschreiben ist fast unmöglich, da man sie einfach erleben muss um sie zu begreifen. Die Geschichte beinhaltet eigentlich 4 kurze Episoden (Ovarian Eyeball, Human Larvae, Rebirth und Right Brain/Martyrdom) gegliedert. Die dritte Episode, dürfte wohl die visuellste sein, da es hier keine wirkliche Geschichte gibt. Das Ganze wirkt schon fast wie ein Kunstwerk aus Körpern und Blut. Aber auch die anderen Episoden bieten alle eine sehr künstlerische Darbietung. Angefangen bei der Szene mit dem Gehirn, welches von verschiedenen Farben angestrahlt wird, über die wunderschönen Farben in Human Larvae und Martyrdom. Besonders aber während der zweiten Episode wird noch ein weiteres Stilmittel verwendet. Und zwar wird dem Zuschauer, das Geschehen aus der Sicht des männlichen Hauptdarstellers erzählt, dieser erzählt alles in einen solchen Neutralität, dass es einen einfach nur erschreckt wie kühl er dabei ist, als er beschreibt, was er seiner Schwester antun möchte. Alles wirkt sehr verzaubernd, aber auch gleichzeitig sehr makaber, morbide und entsetzlich. Karim Hussain, wie wir im Introvideo (enthalten auf der Sazuma DVD) mitbekommen, wollte nie einen Film erschaffen, der einfach nur gefällt. Nein, er wollte einen Film kreieren, der Gefühle erzeugt, negative wie positive. Genau das ist ihm auch gelungen. Dieser Film spaltet wohl die Meinungen, manche werden ihn abgöttisch lieben, andere werden ihn für seine Thematik und seine Bilder verachten. Es ist wie bei einem Kunstwerk, manche Leute sehen die Schönheit in etwas schrecklichem, andere sehen nur das offensichtlich Schreckliche und verachten es dafür.

Die Schauspieler tun wirklich ihr bestes und wissen das absurde Geschehen ausgezeichnet rüber zubringen. Die wahren Highlights sind allerdings die Kamera, die Musik und die Beleuchtung. Das Zusammenspiel dieser drei Komponenten ist grandios. Eine Farbenpracht wie in den Werken von Dario Argento wird einem hier geboten und Musik, die Gefühle weckt, ganz gleich ob Trauer oder Hass. Es passt einfach alles zusammen und selten konnte ein Film bei solch extremen Thematiken, so wunderschön erzählt werden. Man muss diesen Film einfach erleben, um zu verstehen, weshalb er so besonders ist. Man wird ihn vielleicht nicht lieben, man wird vielleicht nicht verstehen, warum diesen Film so viele Leute mögen. Aber eins ist gewiss man wird danach nie wieder einen solchen Film zu Gesicht bekommen.

Fazit: Experimental Kino vom feinsten, welches keinen kalt lässt. Schauen auf eigene Gefahr!!

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