Brian Krause spielt einen Kryptozoologen und Jäger, der es sich zum Ziel gemacht hat, das Monster von Loch Ness, eine Bestie aus prähistorischen Zeiten, zu erlegen, da diese seinen Vater einst vor seinen Augen getötet hat. Er erfährt, dass die Bestie am Lake Superior ihr Unwesen treibt, doch es ist nicht bei einem einzigen Monster geblieben.
Alle Filme, bei denen "Loch Ness", "Yeti" oder "Bigfoot" im Titel auftauchen, klingen bereits wie Low-Budget-Trash und darum handelt es sich in aller Regel auch. Und bei "Loch Ness - Die Bestie aus der Tiefe" verhält sich dies definitiv auch so, aber es ist eines dieser B-Movies, die man sich im Grunde ganz gut ansehen kann.
Die Story ist nach Schema F gestrickt, sprich: Die mysteriösen Ereignisse häufen sich, bis schließlich das fiese, blutrünstige Monster als klarer Schuldiger gefunden ist und die Jagd eröffnet wird. Dabei erfolgt keine einzige Wendung, die nicht ohne größere Probleme vorherzusehen wäre, sodass "Loch Ness" den Sprung übers Mittelmaß bei Weitem nicht zu nehmen vermag, zumal auch die Charaktere kaum schablonenhafter sein könnten. Angefangen beim kernigen Jäger, bis hin zum normalen Typen, der schließlich über sich hinauswachsen muss, um die Frau, die er liebt, zu retten, nachdem diese in die Fänge der Bestie geraten ist. Happy End und stereotyper Showdown inklusive.
Aber ansonsten kann sich "Loch Ness" durchaus sehen lassen. So sind die Spezialeffekte zwar sicherlich alles andere als gut, aber auch nicht derart schlecht, dass die Monster einem Computerspiel entlaufen zu sein scheinen, während auch die Brutalität recht hoch gehalten ist, die Grenzen des guten Geschmacks aber zu keinem Zeitpunkt überschreitet. Narrativ leistet Regisseur Paul Ziller, der am Fließband Low-Budget-Filme hervorbringt, dabei solide Arbeit, treibt das Geschehen langsam aber stetig voran, während er einen soliden Spannungsbogen erzeugt und der Showdown mit ein paar ganz nett inszenierten Schießereien punkten kann. Und auch die Darsteller, die freilich keine Meisterleistungen zeigen und sich dem Niveau des Films anpassen, sind solide genug, um ihren Beitrag zu einem, im positiven Sinn solidem Resultat zu leisten.
Fazit:
"Loch Ness" ist ein solider bis ordentlicher B-Film, der unterm Strich durchaus unterhaltsam geworden ist und ohne größere Ärgernisse angesehen werden kann.
60%