Zwei rivalisierende Banden kämpfen um die Vorherrschaft in einer kleinen Stadt, in der ein Goldrausch ausgebrochen ist. Ein Revolverheld (Ito Hideaki) gerät zwischen die Fronten und müht sich um eine Lösung. Inmitten der Unruhen gilt es, die gefährdete Pflanze des Friedens zu beschützen…
Takashi Miike verbindet Motive des Italowestern mit Elementen aus Kampfsport- und Endzeitfilmen zu einer halbparodistischen Huldigung des Wildwestkinos, die ihre englischen Dialoge absichtlich radebrechend von japanischen Darstellern vortragen lässt und damit nicht nur ihre eigene Unernsthaftigkeit mitinszeniert, sondern auch spöttelnd auf den unvermeidlichen Verfremdungseffekt der italienischen Vorbilder anspielt. Leider ergeht sich Miike letztlich bloß in angeberischen Posen, ausgewalzten Duellen und dümmlichen Kaspereien, die bestenfalls notdürftig in eine magere Fabel eingekleidet sind, die spürbar gleichgültig und ohne Herzblut von den zerstörerischen Kräften der Machthungrigen und Habgierigen und der Schutzbedürftigkeit der Friedfertigkeit erzählt. Der bloß auf die belohnende Wirkung der Wiedererkennung angelegte Gebrauch typischer Stilmittel und Handlungselemente wie Faustrecht, Mord und Vergeltung deutet die Filme, auf die hier Bezug genommen wird, rückwirkend zu vordergründigem Kuriositätenkino um und verbarrikadiert eher den Zugang zur Mythenwelt des Western, anstatt ihn neu aufzuschließen.